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28.09.2015

Fetter Fisch wirkt möglicherweise vorbeugend gegen Heuschnupfen

Kinder, die fetten Fisch essen, haben einer schwedischen Studie zufolge ein geringeres Risiko für Heuschnupfen.

Die Forscher beobachteten, was Kinder im Alter von acht Jahren aßen, und untersuchten dann, ob sie im Alter von 16 Jahren wegen einer Allergie oder aufgrund von Erkältungen eine entzündete, rinnende Nase entwickelten. Das Ergebnis: Der regelmäßige Verzehr von fettem Fisch wie Lachs verringerte das Risiko, eine allergische Rhinitis (allergischer Schnupfen) zu entwickeln.
Rhinitis sei eine der häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter, berichteten Jessica Magnusson, eine Ernährungsberaterin am Karolinska-Institut in Stockholm, und ihre Kollegen im „Journal of Allergy and Clinical Immunology“.

Zu Beginn der Studie sollten Eltern und Kinder Fragebögen ausfüllen, die Auskunft darüber gaben, wie oft die Kinder 98 Nahrungsmittel und Getränke konsumierten, die in Schweden gebräuchlich sind. Für Fische, sollten beide speziell beantworten, wie oft fette Sorten wie Hering, Makrele und Lachs sowie weniger fette Alternativen wie Kabeljau, Seelachs, Hecht, Thunfische und Fischstäbchen gegessen wurden.

Die Experten fragten die Eltern auch, ob Kinder unter einer laufenden Nase (Rhinitis) litten. Dies traf auf 19% der Kinder zu. Unter den 1.590 Kindern, die nicht von Rhinitis im Alter von 8 Jahren betroffen waren, entwickelten 21% eine allergische Rhinitis und 15% eine nicht-allergische Rhinitis, als sie ein Alter von 16 Jahren erreichten.

Nur Lachs & Co. halbieren das Risiko für allergische Rhinitis

Der Fischkonsum insgesamt hatte keinen Einfluss auf die Entwicklung einer Rhinitis im Alter von 8 bis 16 Jahren - auch nicht Fischstäbchen oder die weniger fette Fische wie Thunfisch und Kabeljau.

Aber bei denjenigen, die mehr fetten Fisch aßen, wurde eine Halbierung des Risikos beobachtet, eine allergische Rhinitis zu entwickeln. Ebenso verringerte sich das Risiko, eine nicht allergisch bedingte Rhinitis zu bekommen - aber nicht genug, um auszuschließen, dass es sich um einen Zufall handelte.
Andere Experten geben zu bedenken, dass der Verzehr von Fisch bei Achtjährigen möglicherweise auch nur ein Indikator für eine gesunde Ernährung sei. Kinder, die beim Essen wählerisch sind, könnten Lebensmittel mit hohem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Fisch und Meeresfrüchte, Nüsse, Spinat und Sojabohnen meiden. Ebenso sei es möglich, dass Kinder, die eher zu diese Lebensmittel greifen, auch mehr bereit seien, andere gesunde Produkte zu essen und sich damit ausgewogen zu ernähren, lautet ihr Einwand.

Quellen: Medscape, Journal of Allergy and Clinical Immunology



Autor: äin-red