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26.05.2021

Fast Food: Wirkt sich im Wachstumsalter negativ auf Knochenqualität aus

Ein Forscherteam der Universität Jerusalem hat eine weitere schädliche Auswirkung von Fast Food ermittelt. Demnach verringert der häufige Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln, wie Fast Food, das Knochenwachstum und führt zu einer schlechteren Knochenqualität – insbesondere in der Wachstumsphase.

© kwanchaichaiudom - Fotolia.com

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„In der Kindheit und Jugend bis zu etwa 18 Jahre wird etwa 90% der Knochenmasse eines Menschen aufgebaut. Eine höhere Knochendichte schützt vor Knochenbrüchen und beugt längerfristig dem Risiko vor, Osteoporose zu entwickeln“, erklärt Dr. Herman Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Stark verarbeitete Lebensmittel wie Junk Food beinhalten in der Regel viel Fett, Salz sowie Zucker. Sie durchlaufen mehrere Verarbeitungsstufen und enthalten kaum mehr wertvolle Nährstoffe. Die israelischen Forscher warnen davor, dass diese Lebensmittel immer noch ungesund bleiben, selbst wenn die schädlichen Fette, Kohlenhydrate und Nitrate und andere bekannte Schadstoffe verringert würden. Ihre Beobachtungen machten sie bei jungen Ratten.

Ernährung ist neben Bewegung eine wichtige Möglichkeit, mit der die Knochengesundheit positiv beeinflusst werden kann und sollte. „Vitamin D, Kalzium und Bewegung gegen die Schwerkraft, wie Laufen und Springen, sind wichtig für eine gute Knochengesundheit. Kalzium ist insbesondere in Milch und Milchprodukten enthalten, aber auch in grünem Gemüse wie Grünkohl, Spinat, Brokkoli und Lauch. Mithilfe von Vitamin D kann der Körper das Kalzium in den Knochen einbauen. Täglich etwa 15 Minuten an der frischen Luft bzw. in der Sonne reichen dem Körper schon, um das Vitamin selbst zu bilden. Allerdings in unseren Breitengraden nur in den wärmeren Jahreszeiten. Milch, Fisch, Pilze und Eier liefern ebenso Vitamin D“, so Dr. Kahl.

Quellen: Bone Res. , News Medical, Curr Opin Endocrinol Diabetes Obes.
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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

Autor: äin-red