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13.05.2014

Familien mit Säuglingen und Kleinkindern sollten auf Reptilien als Haustiere verzichten

Familien mit Säuglingen und Kleinkindern sollten auf Reptilien als Haustiere verzichten oder aber sehr strenge Hygieneregeln einhalten. Dies empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Exotische Reptilien wie Schildkröten, Bartagamen, Wasseragamen, Schlangen, Leguane, Chamäleons, Geckos, Skinks können Salmonellen übertragen, auch wenn sie selbst keine Krankheitszeichen zeigen.

Familien mit Säuglingen und Kleinkindern sollten auf Reptilien als Haustiere verzichten oder aber sehr strenge Hygieneregeln einhalten. Dies empfiehlt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Exotische Reptilien wie Schildkröten, Bartagamen, Wasseragamen, Schlangen, Leguane, Chamäleons, Geckos, Skinks können Salmonellen übertragen, auch wenn sie selbst keine Krankheitszeichen zeigen. „Reptilien in der Heimtierhaltung sind bis zu 90% Salmonellenträger. Eine Ansteckung erfolgt direkt über körperlichen Kontakt, aber auch indirekt über Kontakt mit Erregern auf verunreinigten Flächen und in Staubpartikeln. Nicht nur kleinste Kotmengen, sondern ebenso Hautreste und Speicheltröpfchen können die Keime enthalten“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Säuglinge, Kleinkinder, Schwangere, Ältere, chronisch Kranke und immungeschwächte Personen sind besonders infektionsgefährdet. Laut RobertKoch-Institut (RKI) in Berlin haben die Salmonelleninfektionen durch Reptilien bei Kleinkindern in Europa in den letzten Jahren zugenommen, da die Haltung von exotischen Tieren immer beliebter wird.

Anzeichen einer Salmonelleninfektion sind Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Fieber. Sie kann bei kleinen Kindern u.a. aufgrund des hohen Flüssigkeitsverlusts sehr schwer verlaufen und eine Krankenhauseinweisung erforderlich machen. Eine Schweizer Studie warnt sogar davor, dass insbesondere Kinder unter zwei Jahren ein erhöhtes Risiko haben, an einer lebensgefährlichen invasiven Form zu erkranken, die zu Blutvergiftung, Hirnhaut-, Knochen- oder Gelenkentzündung führen kann. „Neben Reptilien sind auch Amphibien wie Frösche, Molche, Unken, Salamander Salmonellenträger“, ergänzt Dr. Fegeler. Amphibien haben im Gegensatz zu Reptilien keine Hornschuppen und leben meist in der Nähe von Wasser.

Quellen: RKI, Euro Surveill, Vectore Borne and Zoonotic Diseases

(KIN-red)

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Autor: äin-red