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10.09.2020

ECDC: Schulschließung im Kampf gegen Corona nur letztes Mittel

Schulschließungen im Kampf gegen Corona sollten nach einer Empfehlung des europäischen Seuchenzentrums ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) so weit wie möglich vermieden werden.

Schulschließungen sollten nur „das letzte Mittel“ im Kampf gegen Corona sein, sagte die ECDC-Direktorin Dr. Andrea Ammon bei einer Anhörung des Europaparlaments letzte Woche (2.9.).

Die Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus sei immer noch nicht eindeutig geklärt, räumte Dr. Andrea Ammon  ein. Doch machten Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren seit Monaten weniger als 5% der diagnostizierten Fälle der Krankheit Covid-19 aus.
Auch habe sich kein Anstieg der Fallzahlen in EU-Staaten gezeigt, die ihre Schulen früh unter Beachtung von besonderer Hygiene geöffnet hätten. Umgekehrt sei jedoch klar, dass die Schließung von Schulen das Wohlbefinden von Kindern beeinträchtige und ihre Bildung behindere. „Schulen sind wirklich ein entscheidender Beitrag zur Gesellschaft und zum Leben von Kindern“, verdeutlichte Ammon.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten ist eine EU-Behörde in Stockholm. Sie berät die EU-Kommission und die EU-Staaten und unterstützt sie im Kampf gegen übertragbare Krankheiten.

Quelle: dpa, ECDC, Europaparlament







Autor: äin-red