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26.10.2020

Das Vertrauen in Impfstoffe hat in einigen europäischen Ländern in letzter Zeit zugenommen

Vertrauen in Bedeutung, Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen hat in einigen europäischen Ländern zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Überblicksarbeit, die 290 Untersuchungen in 149 Ländern zum Thema „Impfvertrauen“ auswertete.

Zwischen 2018 und 2019 hat sich das Vertrauen in Impfstoffe in einigen EU-Mitgliedstaaten, darunter Finnland, Frankreich, Irland und Italien, verbessert. Wir sehr Menschen in Impfstoffe vertrauen und überzeugt sind, dass sie wichtig, sicher und wirksam sind, beeinflusst am stärksten die Impfbereitschaft.
Die Rate der Menschen, die der Überzeugung waren, dass Impfstoffe sicher sind, hat aber in anderen Ländern zwischen 2015 und 2019 deutlich abgenommen: Afghanistan, Aserbaidschan, Indonesien, Nigeria, Pakistan und Serbien. Vor allem religiöse Minderheitengruppen zeigten der Studie zufolge tendenziell eine geringere Bereitschaft, sich impfen zu lassen.

Dr. Alexandre de Figueiredo, Ph.D. von der London School of Hygiene & Tropical Medicine und seine Kollegen untersuchten anhand von Daten aus 290 Umfragen in 149 Ländern, an denen 284.381 Personen teilnahmen, die globalen Trends in Bezug auf das Vertrauen in Impfstoffe. Es wurden Meinungen zu Sicherheit, Bedeutung und Wirksamkeit von Impfstoffen erfragt.
"Der Vaccine Confidence Index [Impfstoffvertrauens-Index] bietet eine wertvolle Grundlage, um Veränderungen im Impfstoffvertrauen zu messen und festzustellen, wo mehr Vertrauensbildung erforderlich ist. So kann die Impfbereitschaft bei neuen lebensrettenden Impfstoffen möglicherweise verbessert werden– insbesondere bei drohenden Krankheitsausbrüchen", hoffen die Autoren.

Quellen: HealthDay, Lancet (1, 2)

Autor: äin-red