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10.08.2020

COVID-19: Wissen hat starken Einfluss auf das Verhalten von Teenagern

Jugendliche, die im März 2020 verstanden, wie schwer eine Erkrankung mit COVID-19 sich entwickeln kann und was soziale Verantwortung bedeutet, verhielten sich verantwortungsbewusster als Teenager, die wenig informiert waren. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie, die in „JAMA Pediatrics“ veröffentlicht wurde. Jugendliche mit mehr Kenntnissen rund um COVID-19 achteten mehr auf soziale Distanzierung und auf Hygiene sowie Desinfektion.

Dr. Benjamin Oosterhoff, Ph.D., und Dr. Cara A. Palmer, Ph.D., von der Montana State University in Bozeman, USA, untersuchten psychologische Faktoren, die mit dem Verhalten von Jugendlichen während der COVID-19-Pandemie im März 2020 zusammenhingen, anhand von Daten aus einer Umfrage von 20. bis 22. März 2020. Von 770 Jugendlichen (74,7% Mädchen) dokumentierten und werteten sie die Antworten aus.

Die Forscher fanden heraus, dass 68,6% der Jugendlichen angaben, nicht richtig Abstand zu anderen einzuhalten, während 89,4% und 87,8% angaben, die Nachrichten zu verfolgen und sich täglich zu desinfizieren. Insgesamt gaben 19,7% der Befragten an, bestimmte Dinge zu horten. Das Wissen um die Schwere von COVID-19 korrelierten mit mehr sozialer Distanzierung und Desinfektion, das Verfolgen der Nachrichten resultierte mit einer größeren Tendenz zu horten. Bei Heranwachsenden, die eine weniger konsequente Einhaltung von sozialen Abständen angaben und mehr horteten, ermittelten die Wissenschaftler eine eher eigennützige Haltung. Mehr soziales Bewusstsein war dagegen mit weniger Horten verbunden.

Was Jugendliche über COVID-19 denken und ihr soziales Bewusstsein hätten einen großen Einfluss auf ihre Reaktion auf die COVID-19-Pandemie, schreiben die Autoren.

Quellen: medicalXpress, JAMA Pediatrics

Autor: äin-red