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01.07.2009

Borkenflechte: Kratzen vermeiden

Vorwiegend im Sommer grassiert „Borkenflechte" - auch Impetigo contagiosa oder Grind genannt - in Kindergärten oder Grundschulen. Diese Hauterkrankung ist hochansteckend und wird durch Schmierinfektion übertragen. Vor allem Drei- bis Achtjährige sind davon betroffen ...

An Borkenflechte erkrankte Kinder sollten es vermeiden, sich zu kratzen, denn dies sorgt für die Weiterverbreitung der Bakterien über die Hände auf andere Körperteile oder Menschen. „Borkenflechte - auch Impetigo contagiosa oder Grind genannt - gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Kindern. Sie ist hochansteckend und wird durch Schmierinfektion übertragen, d.h. über direkten Hautkontakt oder über Gegenstände wie Hand-, Betttücher oder Kleidung, die in Berührung mit der infizierten Haut kamen. Meistens bilden sich trüb-wässrige oder eitergefüllte Blasen oder auch honiggelbe, teils nässende Borken in der Region um die Nase und den Mund, auf den Vorderarmen und im Gesäßbereich. Die eitrigen oder offenen Hautstellen enthalten große Mengen an Staphylokokken oder Streptokokken – manchmal auch beide Erreger zusammen“, beschreibt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Erkrankung. Vor allem im Sommer grassiert diese Infektionskrankheit in Kindergärten oder Grundschulen. Sie tritt typischerweise in der Altersgruppe zwischen 3 und 8 Jahren auf.

Besonders empfänglich sind Kinder, die bereits Hautirritationen durch Insektenstiche, Neurodermitis oder andere Ekzeme aufweisen. „Zeigt ein Kind irgendeine Art von Hautbläschen bzw. Ausschlag, sollten Eltern in jedem Fall mit ihm zum Kinder- und Jugendarzt. Dieser kann eine Borkenflechte aufgrund des Erscheinungsbildes rasch von anderen Infektionskrankheiten, wie z.B. Masern oder Windpocken, oder Allergien unterscheiden. Wenn größere Hautflächen von Impetigo betroffen sind, ist neben einer äußerlichen antibiotischen Behandlung auch die Einnahme von Antibiotika erforderlich“, so Dr. Fegeler.

Autor: äin-red