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25.07.2014

Boards: Je größer, desto mehr Kopfverletzungen

Das Longboard ist etwas länger als das Skateboard, besitzt größere Räder, ein weicheres Material und eine etwas größere Stabilität. Dies verleitet Fahrer zu mehr Geschwindigkeit, was in der Folge auch zu mehr Kopfverletzungen führt.

© Marco Govel - Fotolia.com

Bei Fahrten bergab können bis zu 100 Stundenkilometer erreicht werden.
Kanadische Forscher haben sich – nach tödlichen Unfällen in den USA und Kanada – mit den Verletzungsmustern bei Unfällen mit dem Skateboard und Longboard befasst. Sie verglichen 287 Unfälle mit dem Longboard mit 4198 Unfällen mit dem Skateboard bei Jugendlichen.

Das Ergebnis: Skateboardfahrer sind häufig (jeder fünfte Verletzte) unter elf Jahre alt, Longboardfahrer alle älter. Bei den Skateboardfahrern waren meist missglückte Tricks und Manöver für die Verletzungen verantwortlich, während bei Longboardfahrern das Bergabfahren am gefährlichsten war. Bei beiden Boards traten häufig Armverletzungen, insbesondere Frakturen auf. Bei den Longboards waren die Kopf- und Nackenverletzungen jedoch doppelt so hoch wie bei den Skateboardfahrern.

Helme trug nur jeder dritte Boarder – obwohl Boarder ohne Helm mehr als doppelt so oft Hirntraumen erlitten.

Quelle: springermedizin.de, Injury Int J Care Injured


Autor: äin-red