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10.09.2018

Bluthochdruck: Frühgeborene im Schulalter gefährdet

Einer amerikanischen Studie zufolge haben sowohl Frühgeborenen mit normalem Gewicht als auch mit Übergewicht mit zunehmendem Alter ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck.

Dr. Betty R. Vohr von der Brown University in Providence (Rhode Island, USA) und Kollegen untersuchten Raten von hohem Blutdruck (größer oder gleich 90. Perzentil) und Bluthochdruck (BP größer oder gleich 95. Perzentil) und die damit verbundenen Risikofaktoren unter 379 Kindern, die extrem früh geboren worden waren, im Alter von 6 bis 7 Jahren.

Die Forscher fanden heraus, dass 20,6% der Studienteilnehmer einen systolischen hohen Blutdruck, 10,8% einen systolischen Bluthochdruck, 21,4% einen diastolischen hohen Blutdruck und 11,4% einen diastolischen Bluthochdruck hatten. Kinder mit mehr Gewicht hatten in der Regel einen höheren systolischen Blutdruck im Vergleich zu normalgewichtigen ehemals frühgeborenen Kindern. Höhere Werte des Body-Mass-Index (BMI), Trizeps-Hautfalten größer als 85. Perzentil und Taillenumfang größer als 90. Perzentil wurden demnach bei Kindern mit systolisch hohem Blutdruck beobachtet. Eine schnelle Gewichtszunahme im Alter von 18 Monaten bis zum Schulalter und Schwangerschaftsdiabetes der Mutter erhöhten ebenso das Risiko.

Den Autoren zufolge seien die Befunde von hohem Blutdruck bei frühgeborenen Kindern im Grundschulalter besorgniserregend und deuten darauf hin, dass die Blutdruckwerte bei frühgeborenen Kindern immer wieder kontrolliert werden müssten.

Quelle: HealthDay, Pediatrics

Autor: äin-red