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29.08.2006

Bewegungsmangel kann Asthma fördern

Kinder, die sich wenig bewegen und z.B. häufig vor dem Computer sitzen, entwickeln auf Dauer ein abgeflachtes Atemmuster, so dass ihre Atemmuskulatur zunehmend verkümmert und stressanfällig wird. Das erhöht wiederum die Gefahr einer asthmatischen Erkrankung...

Zwillingsstudien haben ergeben, dass ein Mangel an körperlicher Aktivität von entscheidender Bedeutung für die Entstehung von Asthma bronchiale ist. Viele Schulkinder verbringen z.B. mehrere Stunden täglich vor dem Computer und/oder Fernseher. Mangelnde Bewegung aufgrund der starren Sitzhaltung führt dabei zu einem deutlich abgeflachten Atemmuster, das die Muskulatur der Atemwege verkümmern lässt und sie stressempfindlich macht. Sport könnte aber einen Ausweg aus dieser Situation bieten.

Atemnot während körperlicher Belastung, die sich in den ersten Minuten der Erholung noch verstärkt, ist ein typisches Merkmal von Anstrengungsasthma. Wurde Asthma diagnostiziert, sollten Eltern den Sportlehrer darüber informieren. Eine Befreiung vom Schulsport ist dann - in Absprache mit dem Kinder- und Jugendarzt - oft nicht erforderlich. Vor allem Ausdauersportarten, wie Schwimmen oder Radfahren, können das Asthma sogar günstig beeinflussen.

Autor: äin-red