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06.08.2013

Bei Sodbrennen sollten Kinder Fast Food, Frittiertes, Minze und säurehaltige Getränke meiden

Bestimmte Genussmittel und Getränke, vor allem Fast Food, Frittiertes, Minze, scharfe Speisen, säurehaltige oder koffeinhaltige Getränke, aber auch Schmerzmittel wie  Ibuprofen können bei Kindern und Jugendlichen zu Sodbrennen, mithin einem Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (gastro-ösophagealer Reflux) führen.

Bestimmte Genussmittel und Getränke, vor allem Fast Food, Frittiertes, Minze, scharfe Speisen, säurehaltige oder koffeinhaltige Getränke, aber auch Schmerzmittel wie Ibuprofen können bei Kindern und Jugendlichen zu Sodbrennen, mithin einem Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (gastro-ösophagealer Reflux) führen. „Sodbrennen kann sich durch Schmerzen in der Höhe des Brustbeins bemerkbar machen. Auch ein bitterer Geschmack im Mund, Heiserkeit, Schwierigkeiten beim Schlucken oder das Gefühl, dass das Essen im Hals stecken bleibt, aber gelegentlich auch ein trockener Husten sind mögliche Anzeichen“, berichtet Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ). Ein wunder und rauer Hals, insbesondere am Morgen, weist auf einen Reflux in der Nacht hin, der bis in die Mundhöhle aufsteigen kann. Bei diesen Beschwerden sollten Kinder immer zum Kinder- und Jugendarzt. Bei Säuglingen hingegen kommt ein Reflux aufgrund des kleinen Fassungsvermögens des Magens und des noch nicht festen „Ventilverschlusses“ des Mageneinganges häufig vor („Speikinder“), ohne dass ein krankhafter Befund vorliegt.

Den Rückfluss von Magensäure verhindert normalerweise der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Wenn dieser nicht stark genug ist oder fälschlicherweise entspannt, gelangt saurer Speisebrei vom Magen zurück in die Speiseröhre und reizt dort die Schleimhaut. Bei Teenagern kann Rauchen, Alkohol und/oder Übergewicht zu einer Verstärkung des sauren Aufstoßens führen. „In der Regel reicht eine Umstellung der Ernährung und Lebensweise. Betroffene Kinder und Jugendliche sollten besser mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, da große Nahrungsmengen den Druck auf den Schließmuskel des Magens erhöhen. Günstig ist es auch, langsam zu essen“, empfiehlt Dr. Fegeler. Auch direkt vor dem Schlafengehen sollten Kinder nicht zu Abend essen, sondern zwischen dem Abendessen und dem Zubettgehen Zeit lassen. Ein Glas lauwarmes Wasser oder Kräutertee nach dem Essen helfen die Säure zu neutralisieren. Haben alle diese Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt, muss evtl. eine medikamentöse Therapie in Erwägung gezogen werden.

Quellen: Newswise, Pädiatrie hautnah, Der Gastroenterologe

(KIN-red)
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Autor: äin-red