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20.06.2012

Babys im ersten Lebensjahr nicht direkter Sonne aussetzen

Babys sollten in den ersten zwölf Monaten nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Erst im zweiten Lebensjahr dürften Kinder ab und zu in die Sonne, rät die Initiative „Sonnenschutz? - Sonnenklar!“. Meiden sollten sie aber zunächst weiterhin die Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr. Dann sei die UV-Strahlung am stärksten. Vor allem im Kindesalter erhöhe jeder Sonnenbrand das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken…

Babys sollten in den ersten zwölf Monaten nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Erst im zweiten Lebensjahr dürften Kinder ab und zu in die Sonne, rät die Initiative „Sonnenschutz? - Sonnenklar!“. Meiden sollten sie aber zunächst weiterhin die Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr. Dann sei die UV-Strahlung am stärksten. Vor allem im Kindesalter erhöhe jeder Sonnenbrand das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Babys sollten in den ersten zwölf Monaten nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden. Erst im zweiten Lebensjahr dürften Kinder ab und zu in die Sonne, rät die Initiative „Sonnenschutz? - Sonnenklar!“. Meiden sollten sie aber zunächst weiterhin die Mittagssonne zwischen 11.00 und 15.00 Uhr. Dann sei die UV-Strahlung am stärksten. Vor allem im Kindesalter erhöhe jeder Sonnenbrand das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Weil der natürliche Sonnenschutz der Kinderhaut noch nicht vollständig ausgebildet sei und Kinder grundsätzlich mehr Zeit in der Sonne verbrächten als Erwachsene, hätten sie bis zum 18. Lebensjahr bereits 75% der UV-Belastung einstecken müssen, die ein Mensch in seinem Leben abbekomme, teilt die Initiative mit.

Eincremen und im Schatten bleiben - Richtig vor Sonnenbrand schützen Sonnenstrahlen dürfen nicht unterschätzt werden. Sonst drohen Sonnenbrand und später im schlimmsten Fall Hautkrebs.

„Sonnenbrand ist tatsächlich nichts anderes als die Verbrennung von Haut“, erklärt Thomas Stavermann, Vorsitzender des Landesverbandes Berlin vom Berufsverband Deutscher Dermatologen. „Die UV-Strahlen der Sonne können bei zu langer Einstrahlung die Haut aufheizen und schädigen.“ Davon sei meist nicht nur die obere Hautschicht betroffen, sondern auch darunter liegende Schichten.

„Durch zu viel UV-Licht wird die Haut überbelastet, was unter anderem zu einer Freisetzung von Botenstoffen wie Histamin führt“, berichtet Joachim Christ, in Bonn niedergelassener Hautarzt. Das habe zur Folge, dass die Gefäße erweitert und die Haut gerötet werden. „Hinzu kommt an den betroffenen Stellen meist ein Juckreiz.“

Das ist aber nicht alles. „Die pigmentgebenden Zellen in der äußersten Hautschicht können bei Überreizung Farbe abgeben, die in der Hautschicht gespeichert bleibt“, sagt Christ. Die Folge sind Farbeinlagerungen, die ähnlich wie Sommersprossen aussehen und nicht gefährlich sind. „Diese pigmentbildenden Zellen und die Hornhautzellen werden nach einer Reizung normalerweise vom Körper repariert.“ Doch wenn sie überlastet werden, funktioniert das nicht immer. „Die Hornzellen können mutieren und Keratosen - warzenähnliche Knubbel - bilden, die zu weißem Hautkrebs ausarten können“, erklärt er.„Die pigmentbildenden Zellen können ebenfalls entarten, was zum gefährlichen schwarzem Hautkrebs führen kann.“

Zum Schutz gibt es laut Christ mehrere Möglichkeiten: Die besonders intensive Mittagssonne meiden, Kleidung tragen, die die Arme, Beine und den Kopf schützt - und Sonnenmilch. „Jeder sollte sich zu Beginn einer Sonnensession mit Lichtschutzcreme eincremen“, rät er. Am besten seien anfangs Produkte mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30, hellere Hauttypen sollten sogar mit 40 starten. „Das kann im Laufe des Sommers weniger werden.“ Allerdings reiche einmaliges Eincremen pro Tag auch später nicht immer. „Wer viel draußen ist, schwitzt oder ins Wasser geht, muss sich neu eincremen.“ Schließlich gebe es trotz aller Bemühungen der Industrie keine Produkte, die zu 100% wasserfest seien.

Ist die Haut verbrannt, lassen sich die Beschwerden zumindest lindern. „Man kann die Stellen mit feuchten Umschlägen kühlen sowie beruhigende und kühlende Cremes, Lotionen oder After-Sun-Sprays großzügig auftragen“, sagt Helfenbein. Sehr wichtig sei auch, reichlich zu trinken, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf des Körpers zu decken. Von Hausmitteln wie Quark auf die Haut zu streichen, raten Ärzte ab, da es aufgrund von Bakterien in Milchprodukten zu Infektionen kommen könnte. Bei starken Sonnenbrand sollten Eltern mit ihrem Kind zum Kinder- und Jugendarzt.

Initiative „Sonnenschutz? - Sonnenklar!“: Broschüre mit Hintergrundinformationen zum Thema "Sonnenschutz" (Pdf-Datei zum Download)

Quelle: dpa

Autor: äin-red