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16.04.2014

Autismus: Möglicherweise spielen Umweltfaktoren eine große Rolle

Laut einer Metaanalyse spielen Umweltgifte möglicherweise eine größere Rolle bei der Entstehung von Autismus, als bisher angenommen. Dies vermuten Forscher der Universität von Chicago in ihrer im Fachjournal PLOS Computational Biology veröffentlichten Studie.
Sie haben die medizinischen Akten von mehr als 100 Millionen Menschen ausgewertet, die in der USA leben.

Laut einer Metaanalyse spielen Umweltgifte möglicherweise eine größere Rolle bei der Entstehung von Autismus, als bisher angenommen. Dies vermuten Forscher der Universität von Chicago in ihrer im Fachjournal PLOS Computational Biology veröffentlichten Studie. Sie haben die medizinischen Akten von mehr als 100 Millionen Menschen ausgewertet, die in der USA leben.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass die Rate der Autismusfälle und der Fälle von geistiger Beeinträchtigung gleichzeitig stieg, wenn die Fehlbildungen der Geschlechtsteile bei männlichen Neugeborenen zunahmen. Dies ist laut den Experten ein Hinweis auf das Vorliegen von schädlichen Umwelteinflüssen während der Schwangerschaft. Für jedes Prozent mehr an Fehlbildung der Geschlechtsteile in einem Bezirk gab es eine Zunahme von 283% bei der Autismusrate. Professor Andrey Rzhetsky argumentiert, dass er und seine Kollegen so viele mögliche Faktoren berücksichtigt hätten und dass die Autismusraten in den USA in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich seien, so dass Umweltfaktoren eine Erklärung dafür sein könnten.

Bis heute sind die genauen Ursachen von Autismus noch nicht enträtselt. Viele Experten glauben, dass sowohl Genetik als auch Umweltfaktoren zusammen für die Entwicklung des Krankheitsbilds verantwortlich sind.

Quelle: Fox News, PLOS Computational Biology

(KIN-red)

Autor: äin-red