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10.06.2002

Augen auf! Unfallgefahren im Haushalt rechtzeitig erkennen

Die Bundesregierung startet am 10. Juni zum Kindersicherheitstag eine Kampagne mit dem Motto ""Ich sehe was, was du nicht siehst" zur Information und Aufklärung von Eltern, damit sie Unfallgefahren im Haushalt und Garten frühzeitig erkennen können...    

Damit weniger Kinder im Haushalt verunglücken, startet am 10. Juni eine Informationskampagne für Eltern. "Es geht darum, die andere Erfahrungswelt von Kindern wahrzunehmen und die Welt mit ihren Augen zu sehen", erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Das Motto der Kampagne der Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit lautet: "Ich sehe was, was du nicht siehst". Die Arbeitsgemeinschaft wurde vor zwei Jahren ins Leben gerufen und hat den 10. Juni zum "Kindersicherheitstag" erklärt.

Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit verletzt sich in Deutschland alle 18 Sekunden ein Kind so schwer, dass es zum Arzt muss. Haushaltsunfälle liegen noch vor der Zahl der Verkehrsunfälle: Im Jahr 2000 gab es 256.000 Kinderunfälle im häuslichen Bereich (Haus, Hof und Garten) und 220.000 im Verkehr.

Die häufigsten Kinderunfälle im Haushalt sind Stürze - beispielsweise von der Wickelkommode, vom Hochbett oder im Treppenhaus. Die Küche ist eine weitere Gefahrenquelle: Viele Kinder verletzen sich mit Messern, verbrühen sich mit heißen Flüssigkeiten oder oder verbrennen sich am Herd. Unterschätzt wird auch die Gefahr des Ertrinkens, beispielsweise in der Badewanne oder im Garten-Swimmingpool.

Die Informations-Kampagne soll Eltern in Kinderarztpraxen, Volkshochschulen, Gesundheitsämtern und Krankenhäusern erreichen. In einer Wanderausstellung wird eine "Riesenküche" zu sehen sein, um Erwachsenen die Welt aus Kinderperspektive zu zeigen.

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In der Rubrik "Erste Hilfe" finden Sie Sofortmaßnahmen bei Unfällen und können Ihr Wissen über mögliche Unfallgefahren im Haushalt in unserem interaktiven Sicherheitshaus testen.

Autor: äin-red