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28.09.2001

Alkoholkonsum Jugendlicher zu hoch

Nach den aktuellen Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung trinkt fast jeder 3. Jugendliche in Deutschland regelmäßig Alkohol. Das bedeutet, dass circa 30 % der Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren mindestens einmal pro Woche Alkohol. Das Einstiegsalter liegt zwischen 14 bis 15 Jahren.

Die CDU-Landtagsfraktion hat einen jährlichen Bericht des Sozialministeriums zum Alkohol- und Drogenkonsum junger Menschen gefordert. „Die jüngsten Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind Besorgnis erregend“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Harry Glawe, am Montag der dpa. Fast jeder 3. Jugendliche in Deutschland trinke demnach regelmäßig Alkohol. Sozialministerin Martina Bunge (PDS) erklärte, dass der Drogenkonsum Jugendlicher im jährlich erscheinenden Gesundheitsbericht erfasst werde.

„Gerade einmal 3% der befragten Jugendlichen hat noch nie Alkohol zu sich genommen“, begründete Glawe seinen Vorstoß. Der Bundesdurchschnitt liege bei 8%. Auch das Alter, in dem Jugendliche zum ersten Mal Alkohol trinken, sinke weiter. „Die Öffentlichkeit muss stärker für das Thema sensibilisiert werden“, forderte Glawe.

„Selbstverständlich müssen Drogenprobleme von Kindern und Jugendlichen Ernst genommen werden“, sagte die Sozialministerin. Genau darauf konzentrierten sich die Initiativen des Ministeriums.
Erst im März dieses Jahres habe die Ministerin der Landesregierung einen zusätzlichen Bericht über Maßnahmen zur Drogenbekämpfung vorgelegt. Darin sei auch der Alkoholmissbrauch Jugendlicher erfasst.

Eine im Juni veröffentlichte Studie der Bundeszentrale hatte ergeben, dass sich die Häufigkeit des Alkoholkonsums junger Menschen in Ost- und Westdeutschland angeglichen hat. Demnach trinken im
Bundesdurchschnitt 30 % der Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren mindestens einmal pro Woche Alkohol. Das Einstiegsalter liegt zwischen 14 bis 15 Jahren.

Zusätzliche Informationen unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Tel.: 0221/89920
FAX: 0221/8992300
www.bzga.de

BzgA-Studie: http:www.bzga.de/studien/daten/stud.htm

Autor: äin-red