Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

29.11.2019

Alarmierender Anstieg von schwarzem Hautkrebs im Kopf- und Halsbereich bei jungen Amerikanern

Laut einer aktuellen amerikanischen Studie nahmen Fälle von tödlichen Melanomen (schwarzer Hautkrebs) an Kopf und Hals im Verlauf von zwei Jahrzehnten bei jungen Menschen in den USA und Kanada um mehr als 51% zu.

© Visionsi - Fotolia.com

© Visionsi - Fotolia.com

Die Forscher fanden heraus, dass die Inzidenz von Kopf-Hals-Melanomen zwischen 1995 und 2001 um fast 4% pro Jahr stieg und zwischen 2001 und 2014 bei Kindern und jungen Erwachsenen um 1,2% pro Jahr zunahm.
Die Wissenschaftler werteten die Daten des nordamerikanischen Krebsregisters und hier insbesondere Daten zu Patienten vom Säuglingsalter bis zum 39. Lebensjahr aus, bei denen zwischen 1995 und 2014 ein Kopf-Hals-Melanom diagnostiziert wurde.

Mehr Jungen und Männer betroffen als bei Melanomen in anderen Körperregionen

In diesem Zeitraum wurde bei fast 12.500 Menschen Krebs diagnostiziert. Davon waren 55% Jungen und junge Männer und 91% lebten in den Vereinigten Staaten.

"Dies ist ein wichtiger Befund, da Melanome in anderen Körperteilen normalerweise häufiger bei Frauen als bei Männern auftreten", erklärte Professor Nosayaba Osazuwa-Peters, Mitautor der Studie, von der Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Chirurgie an der St. Louis University School of Medicine. "Daher ist es wichtig, dass sich die Melanompräventionskampagnen nicht nur auf junge Frauen konzentrieren", betonte er. Melanome im Kopf- und Halsbereich sind zwar nur für einen von fünf Melanomfällen verantwortlich, aber sie weisen eine schlechtere Überlebensrate auf als andere Melanome. "Tatsächlich ist die 5-Jahres-Überlebensrate des Kopf-Hals-Melanoms schlechter als die 10-Jahres-Überlebensrate, wenn andere Regionen des Körpers betroffen sind", erklärte Osazuwa-Peters in einer Pressemitteilung der Universität.

Während Melanome meist bei Patienten mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren diagnostiziert werden, tritt dieser Krebs im Kopf- und Halsbereich am häufigsten bei Teenagern und jungen Erwachsenen in der Regel infolge von übermäßiger Sonnenexposition bzw. von häufigem Bräunen im Sonnenstudio auf.

Osazuwa-Peters ergänzte, dass die Öffentlichkeit helfen könne, Melanome frühzeitig zu erkennen. "Zum Beispiel könnten Friseure und Stylisten die ersten sein, die Unregelmäßigkeiten auf der Kopfhaut erkennen, bevor die Ärzte dies tun. Es ist daher wichtig, das Bewusstsein für diesen Krebs zu schärfen", betonte er.

Der Bericht wurde in der Fachzeitschrift JAMA Otolaryngology - Head & Neck Surgery veröffentlicht.

Quelle: UPI, Saint Lois University, JAMA Otolaryngology - Head & Neck Surgery



Autor: äin-red