Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Glossar

Kernspintomografie

Bei der Kernspintomografie (Kernspinresonanztomografie, Magnetresonanztomografie [MRT]) handelt es sich um ein computergestütztes bildgebendes Verfahren, das auf dem Prinzip der Kernspinresonanz beruht. Beim Einsatz in der medizinischen Diagnostik interessieren vor allem die Wasserstoffatomkerne, die im menschlichen Körper mit großer Häufigkeit vorkommen. Die Wasserstoffatomkerne (Protonen) drehen sich ständig um eine Achse, was man auch als - Spin - bezeichnet. In einem starken Magnetfeld richten sich diese Rotationsachsen entlang des Magnetfeldes aus, vereinfacht gesagt, wird der Körper "magnetisiert". Die Stärke des Magnetfeldes ist geräteabhängig unterschiedlich. Die in der Radiologie verwendeten Hochfeldmagneten haben eine Stärke von 1 bis 1,5 Tesla, was in etwa der Stärke eines Schrottplatzmagneten entspricht. Bei der eigentlichen Messung werden Hochfrequenzwellen mit einer Frequenz im Kurzwellenbereich nahe den üblichen Rundfunkbändern auf das zu untersuchende Körperteil eingestrahlt. Dadurch kommt es zu einer Anregung der Atom-Spins, die zu „kreisenden“ Kreiselbewegungen führt. Nach Abschalten des Radio-Impulses richten sich die Spins wieder entlang des Magnetfeldes aus. Dabei senden die Atomkerne winzige Radioimpulse zurück, die durch äußerst sensible Antennen, sogenannte Spulen, empfangen werden. Durch die unterschiedliche Dichte der Wasserstoffprotonen in den unterschiedlichen Geweben (Fett z.B. hat viele Wasserstoffkerne und Kalk sehr wenig) ist eine Differenzierung gut möglich. Damit aber verwertbare Bilder auf dem Monitor und letztendlich auf dem Film entstehen, bedarf es einer komplizierten Umwandlung der empfangenen Signale mithilfe komplexer mathematischer Berechnungen, für die ein Hochleistungscomputer benötigt wird. Die Vorteile: fehlende Strahlenbelastung und dem guter Gewebekontrast. Dieser ermöglicht vor allem eine gute Weichteildarstellung wie z.B. des Gehirns. Durch die fehlende Strahlenbelastung ist die Untersuchung für den Körper nach bisherigen Erkenntnissen ungefährlich und somit auch bei Schwangeren und Kindern uneingeschränkt möglich.

Autor: äin-red