Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Glossar

Histamin

Histamin ist ein Botenstoff, der im Körper durch das Abwehrsystem des Körpers freigesetzt wird und eine Entzündungsreaktion in Gang setzt. Dazu gehört eine Erweiterung der Blutgefäße (Der biologische Sinn: Abwehrzellen kommen besser an den Ort des Geschehens), eine Rötung und Schwellung von Schleimhäuten und somit Schnupfen und ein Abfall des Blutdrucks. Die Muskulatur verkrampft. Eine weitere Histaminwirkung ist die Verengung der Bronchien – letztendlich ist Atemnot ist die Folge.

Bei erstmaligen Kontakt mit einem Fremdstoff beginnen Abwehrzellen (B-Lymphozyten) sofort mit der Produktion einer bestimmten Art von Abwehrstoffen (Antikörper), dem Immunglobulin E (IgE), und zwar spezieller IgE-Antikörper, die genau auf die Struktur des Allergens passen und sich daran binden. Bei einem erneuten Kontakt mit dem gleichen Allergen führen die Antikörper zur Freisetzung großer Mengen an Entzündungsstoffen, vor allem Histamin. Bei Allergikern kommt es zu einer überschiessenden Produktion von Immunglobulin E und somit zu einer übermässigen Ausschüttung von Histamin.

Histamin ist vor allem in Mastzellen gespeichert und liegt dort in einer bestimmten Speicherform vor (Granula). Bindet ein Antigen (z. B. Eiweißstoff im Insektengift) an Immunglobulin E-Antikörper, die auf den Mastzellen gebunden sind und das Antigen erkennen, dann kommt es zur Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen.

Histamin bewirkt dann ein Zusammenziehen der glatten Muskulatur im Darm, in der Gebärmutter, in den Bronchien und größeren Gefäßen. Kleinere Gefäße werden erweitert, was die Hautrötung und Quaddelbildung erklärt. Die Durchlässigkeit von Kapillaren erhöht sich, Adrenalin wird ausgeschüttet. Histamin wirkt auch an den Nervenendigungen und löst damit Schmerz und Juckreiz aus.

Autor: äin-red