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Diphtherie

Vorsorge/Impfschutz

Die einzig wirksame Methode um einer Diphtherie-Infektion vorzubeugen, ist eine rechtzeitige Impfung. Die Impfung wird allen Personen empfohlen.

Im Juni 2020 hat die STIKO den Impfplan für die Immunsierung vereinfacht (mit Sechsfachimpfstoff: Diphtherie, Hepatitis BHib [Haemophilus influenzae Typ b], Keuchhusten, Kinderlähmung [Poliomyelitis] und Wundstarrkrampf [Tetanus]): Säuglinge sollen nun mit 3 Impfstoffdosen (statt bisher 4) im Alter von 2, 4 und 11 Monaten (2+1-Schema) geimpft werden.

Frühgeborene, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt kamen, sollen aber weiterhin wie bisher 4 Impfstoffdosen im Alter 2, 3, 4 und 11 Monaten (3+1-Impfschema) erhalten. Ebenso sollen Säuglinge, die bereits die 2. Impfstoffdosis vor dem Alter von 4 Monaten erhalten haben, nach dem alten Schema mit 4 Impfdosen (3+1-Schema) weitergeimpft werden.

Für einen sicheren Impfschutz ist es bei diesem Impfschema besonders wichtig, dass das Kind frühzeitig im Alter von 8 Wochen die erste Dosis der Impfserie erhält und die folgenden Impfungen zu den empfohlenen Zeitpunkten im Alter von 4 und 11 Monaten bekommt. Zwischen der 2. und 3. Impfstoffdosis ist einen Abstand von mindestens 6 Monaten einzuhalten (daher die Bezeichnung "2+1"). Die Impfserie sollte um den ersten Geburtstag abgeschossen werden (Schutz im Kindergarten).

Eine Auffrisch-Impfung sollte bei Kindern mit 5 bis 6 Jahren und dann im Alter von 9 bis 16 Jahren erfolgen (Dreifachimpfstoff: Tetanus, Diphtherie, Pertussis). Weitere Auffrisch-Impfungen alle 10 Jahre (im Erwachsenenalter) halten die Schutzwirkung aufrecht.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 26.06.2020