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Allergien

Hyposensibilisierung

In der Behandlung von Allergien erziehlt man oftmals gute und langanhaltende Erfolge durch eine sogenannte Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie (SIT), Desensibilisierung oder Allergieimpfung genannt.

Wespe
Ein Wespenstich kann für Insektengiftallergiker lebensgefährlich sein - eine Hyposensibilisierung ist für Betroffene ganz wichtig

Es werden über einen längeren Zeitraum winzige, ganz langsam steigende Mengen der allergisch wirkenden Substanz gespritzt (unter die Haut: subkutan), als Tablette eingenommen oder eine Lösung wird in den Mund genommen, dort kurz behalten und geschluckt oder wieder ausgespuckt (unter der Zunge/ im Mund: sublingual/oral).

Dadurch nimmt die Überempfindlichkeit des Immunsystems ab oder verschwindet sogar ganz. Dies ist eine Methode, bei der die IgE-Antikörper in normale IgG-Abwehrkörper sozusagen umgewandelt werden sollen. An den genauen Mechanismen wird noch geforscht. Die Allergie-Behandlung sollte laut Leitlinien mindestens drei Jahre andauern und wird bevorzugt bei schweren Formen des Heuschnupfens, der Hausstaubmilben-Allergie und der Insektenstich-Allergie eingesetzt. Eine Hyposensibilisierung wirkt am besten, wenn die Allergie erst vor Kurzem aufgetreten ist und nur wenige Allergien zu behandeln sind. Sie ist deshalb für Kinder und Jugendliche gut geeignet. Bei konsequentem Durchführen sind die Aussichten mit mehr als 80% auf Erfolg sehr gut. Man kann sagen, dass es die einzige Möglichkeit ist, eine Allergie an der Wurzel zu packen, also ursächlich zu behandeln.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ludwig Schmid

letzte Änderung: 01.08.2018