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Herausgeber:

Barbara Aring - Dr. med. Charlotte Krischel
Praxis für Kinder und Jugendliche in Lennep und Wermelskirchen

Augenvorsorgeuntersuchung für Babys

Im Durchschnitt hat fast jedes fünfte Kind im Alter von 4 Jahren eine unerkannte Sehstörung.

Dieser hohe Anteil ist nicht erstaunlich, denn es gibt bei Sehstörungen keine äußerlichen, mit bloßem Auge erkennbare, Symptome. Die betroffenen Kinder bemerken die eigene Sehstörung nicht, denn sie sind es gewohnt, die Welt mit ihren Augen zu sehen und haben keine Vergleichsmöglichkeiten.

Das Sehen besteht aus zwei Vorgängen, der Bildaufnahme durch die Augen und der Bildverarbeitung im Gehirn.

Das Zusammenspiel von Augen und Gehirn müssen Neugeborene üben, damit sich der Sehnerv, bzw. die zum Sehen erforderlichen neuronalen Verknüpfungen zwischen Augen, Sehrinde und Augenmotorik ausbilden können. Dabei sind die ersten Jahre für die Entwicklung eines gesunden beidäugigen Sehens die wichtigsten. Treten in dieser Zeit Sehstörungen auf, so verläuft dieser Lernprozess unwiederbringlich fehlerhaft. Augen und Gehirn werden nicht richtig trainiert und das Kind wird nie seine volle Sehkraft entwickeln. Man spricht dann von einer Sehschwäche, bzw. einer Amblyopie.

Werden Sehstörungen also nicht in den ersten Lebensjahren erkannt und behandelt, können diese zu einer dauerhaften Sehschwäche führen. Diese kann weder mit einer Brille noch mit anderen Sehhilfen ausgeglichen werden.

Die Augenvorsorge dient der frühzeitigen Erkennung von Sehstörungen. Grundsätzlich sollten alle Kinder, die nicht bereits in augenärztlicher Behandlung sind, regelmäßig an einer Augenvorsorge teilnehmen. Die Untersuchung erfolgt mit einem Gerät, das mittels Infrarotmessung Fehlsichtigkeiten, Medientrübungen, sowie die Symmetrie der Hornhautreflexe, die auf mögliches Schielen hinweisen, messen kann.

Diese Untersuchung können wir ab sofort in unserer Praxis durchführen

Die erste Augenvorsorge sollte so früh wie möglich erfolgen, idealerweise im Alter von 6-13 Monaten (bei der U5 oder U6 ) und im Alter von 20-27 Monaten ( im Rahmen der U7 )

Die Kosten für die Augenvorsorge werden bisher von einigen Krankenkassen übernommen, ansonsten werden diese nach den gesetzlichen GOÄ-Ziffern abgerechnet . Diese belaufen sich nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) mit den Leistungen nach der Ziffer 1259 mit abgesenkten Faktor auf 20,00 Euro.