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Herausgeber:

Kinderarzt-Praxis Regensburg - Dr. med. Gudrun Fleck, Dr. med. Alfred Heihoff

Epileptologie

Die Epilepsie gehört zu den häufigsten Funktionsstörungen des Gehirns. Etwa 1 % der Bevölkerung in Deutschland ist betroffen. Mit einer Vielzahl von Begriffen, wie z.B. „Krämpfe“ oder „Anfälle“ wird die Epilepsie beschrieben. Bei epileptischen Anfällen ist die ansonsten geordnete Aktivität des Gehirns durch vermehrte Entladungen von Nervenzellen gestört.
 
Wie sieht ein Anfall aus?
Die Anfälle können scheinbar ohne jegliche vorherige Anzeichen heraus entstehen. 
Dauer, Form und Häufigkeit der Anfälle des Kindes können dabei sehr unterschiedlich sein. Manche Kinder sind während eines Anfalls nur einige Sekunden abwesend, andere sind länger ohnmächtig und/oder werden minutenlang von Muskelzuckungen am gesamten Körper durchgeschüttelt.
 
Welche Ursachen sind bekannt?
Die Ursachen einer Epilepsie sind äußerst vielfältig. Oft ist die Veranlagung angeboren. Es ist auch möglich, dass eine Epilepsie durch eine Verletzung des Gehirns ausgelöst wird. Auch können Kinder mit bestimmten genetischen Erkrankungen und Frühgeborene mit Hirnblutungen häufiger epileptische Anfälle zeigen. 
 
Welche Untersuchungen führen zur Diagnose?
Am Anfang steht die Beurteilung des Anfallsbildes, gefolgt von einer ausführlichen körperlich-neurologischen Untersuchung. 
Für die Diagnose ist es immens wichtig, dass der Krampfanfall von mehreren Personen (Mutter, Vater, Geschwister) genau beschrieben wird, da sich die Betroffenen selbst oft nicht daran erinnern können. 
Ein Facharzt für Kinderneurologie kann die Diagnose Epilepsie mit Hilfe der Anfallsbeschreibung, der eingehenden Untersuchung, des EEG, mittels Laboruntersuchungen. 
 

Wir bieten in der Praxis EEG Untersuchungen im Wachen und im Schlaf (mit/ohne Sedierung) für das Neugeborenen-, Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenalter an, auch bei verhaltensschwierigen und schwer mehrfach behinderten Kindern. Mit dieser Funktionsuntersuchung lassen sich Veränderungen der normalen elektrischen Aktivität des Gehirns bei verschiedenen Erkrankungen wie Entwicklungsstörungen oder Epilepsie nachweisen.

Die Kinder sitzen oder liegen während der EEG-Ableitung, Säuglinge oder Kleinkinder können auch auf dem Schoß der Mutter untersucht werden.

Auf der Kopfhaut werden kleine, mit Mull überzogene und mit einer Kochsalzlösung befeuchtete Plättchen (Elektroden) mit einer Haube aus Gummibändern befestigt. Sie sind über dünne Kabel mit dem EEG-Gerät verbunden. Dazu werden die Haare nur gescheitelt, niemals entfernt. Die Elektroden können etwas drücken, werden jedoch meist nicht als störend empfunden. Kleinkinder ängstigen eher die ungewohnten Handgriffe am Kopf, besonders beim erstmaligen Anlegen. In der Regel lässt sich das Kind ablenken und beruhigen.

Die EEG-Ableitung selbst dauert etwa 20 Minuten. Kinder ab etwa 5 Jahren werden dabei noch zu einer "Hyperventilation" angehalten, das heißt, etwa drei Minuten lang tief ein- und auszuatmen. Sie werden auch für kurze Zeit mit einer Lampe flackernden Lichtreizen ausgesetzt, einer "Fotostimulation". Wichtig ist, dass die Kinder möglichst ruhig liegen oder sitzen bleiben und nach Möglichkeit wenigstens zeitweise die Augen schließen. Einschlafen kann dabei erwünscht sein.

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