Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Praxis für Kinder- und Jugendmedizin, Dr. med Jochen Wulff, 58640 Iserlohn/Hennen

C. MEDIZINISCHES :

VIELES IST AUCH IM "INFO-ARCHIV" GESPEICHERT!

- Hepatitis A (gutartige Leberentzündung vom A Typ)ist wohl bei 2 Kindern in Hemer festgestellt worden, was noch keiner Epidemie entspricht. Die Hepatitis A ist in wärmeren Ländern weiter verbreitet und wird von dort oft mitgenommen und bricht dann beim Patienten zu Hause aus- ein Phänomen, das es seit Jahrzehnten so gibt.Die Infektion wird über die Hände übertragen. Mit Händedesinfektion ist der Infektionsweg unterbrochen. Die Hepatitis A ist akut unangenehm, chronifiziert aber nicht. Die aktive Impfung gegen den A Typ ist keine Regelimpfung und wirkt nicht sofort. Die Gesundheitsaufsicht (Gesundheitsamt) wird eine Empfehlung zur Impfung aussprechen, die wir gerne an Sie weitergeben sobald wir sie kennen. Auf privater Grundlage eine Impfung gegen Hepatitis A durchzuführen ist möglich, aber jetzt erstmal nicht für alle sinnvoll und auch gar nicht sofort wirksam, kann aber später Infektionskreisläufe unterbrechen. Wir informieren Sie hier gerne weiter.

- Atemwegsinfekte sind nicht wie der Volksmund sagt nach 8 Tagen vorbei. Mit Bronchitis oder einer Nasennebenhöhlenentzündung hat man durchaus 2, sogar manchmal 4 Wochen zu tun. Wenn dann noch Folgeinfekte dazukommen ist eben die Infektsaison da.

- Auch ganz kleine Babys können bei ihrer rundlichen Körperform beim plötzlichen Anziehen von Armen und Beinen ein Drehmoment bekommen und ins Rollen kommen: am Wickeltisch IMMER eine Hand am Kind! Sturzgefahr!

- Die Herstellung eines kombinierten Impfstoffes kann bis zur Auslieferung zwei Jahre dauern. Wenn eine Charge mal nicht den hohen Qualitätsprüfungen genügt, wird es auf dem Markt schnell knapp wie wir 2015/2016 erleben mussten. Übrigens hört man zur Zeit häufiger das Gerücht, man solle seine Babys erst später impfen lassen, weil dann die Verträglichkeit besser sei. Das ist tatsächlich nicht der Fall: die Temperaturquoten bleiben gleich. Außerdem ist die altersspezifische Krankheitshäufigkeit („Inzidenz“) z.B. für Hirnhautentzündung (Meningitis), vor der man ja besonders Impfschutz aufbauen möchte, im ersten Lebensjahr deutlich am höchsten.

- Tätowierungen sind Geschmackssache. Wenn man sich dafür entscheidet ist eine hygienische Durchführung unabdingbar. Das betrifft sowohl die verwendeten Nadeln als auch die Keimfreiheit der eingesetzten Färbelösungen. Das gilt natürlich auch für Ohrstecker oder Piercings. Es handelt sich medizinisch eben um Fremdkörper, die bei Einbringung z.B, Nerven am Oberlid verletzen können. Auch können sie zu Infektionen besonders an kaum reparablen Stellen wie z.B. dem knorpeligen Anteil des Ohres führen.

- Bei Durchfällen soll man ausdrücklich keine Fruchtsäfte geben. Sie verlängern die Durchfallsdauer.

- Jugendliche gehen gern ins Sportstudio. Gegen einen ausgewogenen Muskelzuwachs ohne resultierende Muskelverkürzung mit Bewegungssteifheit und Ungeschicklichkeit ist bei begleitendem angepassten Konditionstraining ja auch nichts einzuwenden. Dringend gewarnt werden müssen diese Sportler aber vor der Einnahme von Anabolika, die unter der Hand oder mit einem anderen Namen getarnt zum Muskelaufbau verkauft werden. Diese Medikamente schädigen das Herz, verursachen Akne, sind wachstumshemmend und ….. machen entgegen der Verheissung mit einem kräftigen Muskelbild impotent.

- Neues zu Impfungen! Die Schutzimpfung gegen den Virus-ausgelösten Gebärmutterkrebs wird z.B in Australien bei allen Mädchen durchgeführt. In Deutschland bekommen dagegen nur ca.30% der jungen Frauen diesen Schutz. Bei der guten Verträglichkeit des Impfstoffes und der dann noch besseren Immunität können Mädchen nun schon ab 9 Jahren geimpft werden.Neben den Regelimpfungen bestehen ja auch zugelassene Impfungen, die aber noch nicht Eingang in das allgemeine Regelimpfprogramm gefunden haben. Dazu gehört neben den Reiseimpfungen auch die Schutzimpfung gegen den Hirnhautentzündungserreger Meningokokken B (MenB). Infos dazu finden Sie in unseren Auslagen und auf unserer Homepage (Menuepunkt links)

- "Ganzheitliche Medizin" ist kein Merkmal alternativer Medizinberufe. In der Kinderheilkunde gibt es schon lange den Begriff des bio-psycho-sozialen Modells: Welche Lebensumstände wirken auf Entstehung und Folgen von speziellen Erkrankungen und entstehen dadurch Nachteile in der sozialen Teilhabe der Kinder? Dafür gibt es als Instrumente die Sozialpädiatrie und die psychosomatische Grundversorgung. Für beide haben wir die Qualifikationen, die wir allein oder in Zusammenarbeit mit anderen ausfüllen.

- Tragetücher für Babys sind günstig für die Hüftentwicklung, wenn das Kind dabei in eine Sitz-/Hockstellung kommt, die Hüften also gebeugt, nicht gestreckt sind.

- Die gesunden Vitamin D Spiegel werden für Babys auch im Sommer nicht erreicht. Deswegen soll die Vitamin D Zufuhr mit Tabletten auch dann fortgesetzt werden. Später geht´s dann mit gesunden Milchprodukten und Gemüse, aber auch mal mit Fisch bis in das Erwachsenenalter weiter. Vitamin D Spiegel sollten nur bei charakteristischen , auf Vit D Mangel hinweisende Beschwerden bestimmt werden. Die meisten von Laboren angegebenen Mindestwerte sind zu hoch angesetzt. Im Winter mit wenig UV Einstrahlung sind 500 Einheiten Vit D pro Tag in Tablettenform (überall zu kaufen) durchaus angebracht.

- Das Netzwerk Junge Familie (so auch im Netz!) hat einheitliche, über alle Bereiche der Ernährung, besonders im Säuglings- und Kleinkindalter, reichende Empfehlungen gegeben. Ärzteverbände, Hebammendachverband und Ernährungswissenschaftler haben sich einvernehmlich darauf geeinigt. Wer abweichend hiervon berät, hat dazu ausdrücklich keine wissenschaftliche Grundlage und muss das als persönliche Einzelmeinung markieren.










 

 

   

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