Kinder- & Jugendärzte im Netz

Ihre Haus- & Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

Dr. med. Wolf Groß, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderkardiologie, Bonn

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Für alle Untersuchungen ist es günstig, wenn die Patienten ruhig und zufrieden sind. Für ausreichende Wärme wird gesorgt. Babyrasseln, Spielzeug, Lieblingstiere und ähnliche „Beruhigungsmittel" können gerne mitgebracht werden. Kleinkinder oder auch ältere Kinder haben weniger Angst, wenn man ihnen den Untersuchungsgang mit einfachen Worten beschreibt, z.B. "jetzt schauen wir uns mal deinen Bauch im Fernsehen an." Teddybären, Puppen und ähnliche Begleiter werden dann gerne mituntersucht. Alle nachfolgend aufgeführten Untersuchungen sind nicht schmerzhaft, bis auf den PRICK-Test (s. Allergologie).
Säuglinge sollten vor den Untersuchungen gestillt bzw. gefüttert sein. Sie können auch während der Untersuchung mit der Flasche gefüttert werden. Ausnahme ist die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes (Ultraschall Abdomen), weil sonst die Bauchorgane wegen Luftüberlagerung schlechter eingesehen werden können. Kinder und Jugendliche sollten daher vor dieser Untersuchung nur Tee oder Wasser (kein Mineralwasser) trinken, Säuglinge sollten zuletzt vor etwa 3-4 Stunden gestillt oder gefüttert worden sein. Wir vereinbaren in der Regel Termine für diese Untersuchung am frühen Morgen.
Für die Untersuchung des Harntraktes (Blase und Nieren) sollte das Kind, welches schon aufs Töpfchen oder die Toilette gehen kann, die letzten 30-60 Minuten eingehalten haben, um eine gute Blasenfüllung zu erreichen, es muß nicht nüchtern sein.
Nachfolgend sind Informationen zu speziellen Untersuchungen aufgeführt.

Ultraschall
Bei Ultraschalluntersuchungen (gleichbedeutend mit Sonographie) können verschiedene Organe bildlich dargestellt werden. Hierdurch können auf schonende Weise akute oder chronische Erkrankungen weiter abgeklärt oder zum Beispiel Fehlbildungen erkannt werden.

Folgende Organe können wir untersuchen:

  • Organe des Bauchraumes
    • Blase
    • Nieren
    • Milz
    • Leber
    • Bauchspeicheldrüse usw.
  • Gehirn bei Säuglingen mit noch offener Fontanelle (Lücke zwischen den Schädelknochen)
  • Hüften
  • Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) wird gesondert erläutert.

EKG
Beim EKG (Elektrokardiogramm) werden die Herzströme aufgezeichnet, die auf der Haut nachweisbar sind. Hierzu werden mit Klammern Elektroden an Hand- und Fußgelenken, wowie mit Saugnäpfen oder Aufklebern an der Brustwand befestigt. Weil die zu messenden Ströme sehr gering sind, sollten die Kinder möglichst ruhig sein.

Langzeit-EKG
Beim Langzeit-EKG werden die Herzströme wie beim EKG beurteilt, es geht jedoch nur um den Herzrhythmus. Daher werden mehrere Elektroden auf die Brustwand geklebt und mit einem Aufzeichnungsgerät ähnlich wie bei einem Kassettenrecorder verbunden. Die Aufzeichnung erfolgt über ca. 24 Stunden. Untersuchungen sind auch bereits bei Säuglingen möglich.

Echokardiographie
Bei der Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) werden wie bei den üblichen Ultraschalluntersuchungen Schnittbilder des Herzens erzeugt. Da es hier jedoch zusätzlich auf Bewegungsabläufe ankommt, sind spezielle Darstellungsmöglichkeiten notwendig. Außerdem muß der Blutfluß innerhalb des Herzens und in den herznahen Gefäßen durch sog. Farb- und Spektraldoppler untersucht werden. Hierdurch können Löcher der Herzscheidewände, abnorme Gefäßverbindungen und Fehlfunktionen der Herzklappen beurteilt werden. Für diese spezielle Untersuchungstechnik ist eine kinderkardiologische Weiterbildung erforderlich.

Lungenfunktion
Die Durchführung einer Lungenfunktionsprüfung beruht auf der Messung verschiedener Atemmanöver, z.B. tief einatmen und dann so feste wie möglich ausatmen. Sie ist daher sehr von der Mitarbeit der Patienten abhängig und etwa ab dem 5. Lebensjahr möglich. Untersucht werden vor allem Kinder und Jugendliche mit Asthma oder bei Verdacht auf Asthma. Untersucht wird auch die Wirkung eines bronchienerweiternden Asthmasprays, um ein leichtes Asthma nicht zu übersehen. Je nach Vorgeschichte wird die Messung nach körperlicher Betätigung beim Treppensteigen untersucht.

Allergologie (Allergietestung, Hyposensibilisierung)
Bei allergischen Erkrankungen - insbesondere bei Heuschnupfen oder Asthma- ist es sehr wichtig, daß auslösende Ursachen vermieden werden. Beispiele hierfür sind z.B. Allergien gegen Hausstaub oder Tiere. Hinweise ergeben sich aus der Vorgeschichte. Der Verdacht kann durch spezielle Untersuchungen erhärtet werden. Dazu eignen sich in Abhängigkeit vom Alter und der Anzahl der infrage kommenden Auslöser Blutuntersuchungen oder Hauttests. Der wichtigste Hauttest ist der sogenannte PRICK-Test (englisch prick = kratzen). Dabei wird mit einer Lanzette die Haut angekratzt und anschließend ein Tropfen einer Testlösung, die z.B. Hausstaubmilbeneiweiße enthält, auf die Haut geträufelt. Das Ergebnis wird anhand einer eventuell entstehenden Quaddel beurteilt. Da jeder Kratzer mit einem gewissen Maß an Schmerzen verbunden ist, grenzen wir die Anzahl der Testsubstanzen durch gezielte Fragen ein, ein spezieller Fragebogen wird zuvor mitgegeben und sollte ausgefüllt mitgebracht werden. Vor der Testung sollte der Patient keine sogenannten Antihistaminika oder Cortison in Tablettenform einnehmen, alle Dosieraerosole (Sprays) bereiten hingegen bei der Testung keine Probleme. Halten Sie gegebenenfalls Rücksprache mit uns.
Bei einer Hyposensibilisierung werden zunächst sehr geringe, und dann allmählich ansteigende Mengen allergieauslösender Substanzen unter die Haut gespritzt, um die Körperabwehr auf eine "normale Abwehrreaktion zu trainieren". Die allergische Erkrankung kann sich hierdurch wesentlich bessern. Ob diese Methode bei einem Patienten angewandt werden kann, hängt unter anderem vom Alter, von der Anzahl allergischer Reaktionen und von Art und Ausprägung allergischer Krankheitssymptome ab. Man muß für diese Behandlungsmethode Nutzen und Aufwand bzw. Nebenwirkungen sorgfältig abwägen.

Pulsoximetrie
Hierbei handelt es sich um eine einfache Bestimmung der Sauerstoffsättigung des Blutes. Sie erfolgt mittels eines Sensors, der nur kurz am Finger, bei Säuglingen gegebenenfalls an der Hand befestigt wird, das Gerät zeigt die Werte dann an.


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