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08.02.2016

Übermäßiger Zuckerverzehr kann das Belohnungssystem im Gehirn möglicherweise langfristig verändern

Einer neuen Studie an Ratten zufolge kann übermäßigen Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln in der Kindheit möglicherweise langfristige Auswirkungen zur Folge haben.

Die Untersuchung zeigt, dass der Genuss solcher Lebensmittel später im Erwachsenenalter weniger groß ist, wenn in der Kindheit sehr viel davon verzehrt wurde. Die Forscher fanden heraus, dass dieser Rückgang auf eine verminderte Aktivität im Belohnungszentrum im Gehirn, dem sogenannten Nucleus accumbens, zurückgeführt werden kann. Solche langfristigen Änderungen könnten eine Rolle bei Erkrankungen spielen, die u.a. mit Störungen im Belohnungszentrum zusammenhängen, wie Drogenmissbrauch oder Essstörungen.

"Trotz des dramatischen Anstiegs Süßigkeitenkonsums während der Kindheit in unserer modernen Gesellschaft sind deren langfristigen Folgen in Bezug auf die Verarbeitung von ‚Belohnungsreizen‘ noch schwer absehbar", sagte Dr. Martine Cador, eine Autorin der im „European Journal of Neuroscience“ erschienenen Arbeit.

Quelle: EurekAlert!, European Journal of Neuroscience


Autor: äin-red