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25.01.2016

Shisha-Raucher nehmen mehr Giftstoffe auf, als sie vermuten

Eine neue Meta-Analyse von der Universität von Pittsburgh zeigt, dass Shisha-Raucher viele Toxine inhalieren.

© ramzi hachicho - Fotolia.com

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Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Public Health Reports veröffentlicht und stellen eine Zusammenfassung der zuvor veröffentlichten Daten zu diesem Thema dar. Das Forschungsteam überprüfte 542 wissenschaftliche Artikel, die relevant für das Zigaretten- und Wasserpfeifenrauchen erschienen. Es grenzte die Analyse dann auf 17 Studien ein, die ausreichend Daten enthielten, um zuverlässige Schätzungen in Bezug auf die eingeatmeten Giftstoffe bei Zigaretten und Wasserpfeifen zu erlauben.

Die Experten stellten fest, dass - verglichen mit einer einzelnen Zigarette - eine Wasserpfeifen-Sitzung ungefähr das 125-Fache an Rauch, das 25-Fache an Teer, das 2-Fache an Nikotin und zehnmal mehr an Kohlenmonoxid lieferte. Eine einzelne Zigarette kann zwar nicht direkt mit einer Shisha-Sitzung verglichen werden, aber dieser Vergleich macht den Experten zufolge eines deutlich: Shisha-Raucher nehmen mehr Giftstoffe auf, als sie glauben.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Shisha-Rauchen ein echtes Gesundheitsproblem darstellt und dass dies stärker als bisher überwacht werden sollte", lautet die Meinung des Hauptautors, Dr. Brian A. Primack. Er und seine Co-Autoren gaben zu bedenken, dass ein Vergleich einer Shisha- Sitzung mit dem Rauchen einer einzelnen Zigarette schwierig ist, da sich das Rauchverhalten unterscheidet. Ein starker Zigarettenraucher kann 20 Zigaretten pro Tag rauchen, während ein starker Shisha-Raucher nur an wenigen Shisha-Sessions täglich teilnimmt.

"Ein direkter Vergleich ist nicht möglich, weil die Menschen Zigaretten und Wasserpfeifen auf sehr unterschiedliche Weise rauchen", verdeutlichte Dr. Primack. "Wir mussten aber diesen Vergleich ziehen - da die meisten zugrunde liegenden Studien sich auf eine Zigarette beziehen. Deshalb können wir keine Aussage darüber machen, was schlimmer ist.“

Quelle: EurekAlert!, Public Health Report (p.76)


Autor: äin-red