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13.12.2011

Schwimmbadbesuch: Auch Ohren gut abtrocknen!

Nach dem Babyschwimmen sollten Eltern darauf achten, dass sie auch die Ohren ihres Kindes gut abtrocknen – entweder vorsichtig mit dem Handtuch oder mit dem Föhn auf niedriger Stufe (lauwarm) in einem Abstand von etwa 10 Zentimetern. Ältere Kinder sollten immer wieder dazu ermahnt werden, dies selbst zu tun. Wasser im Gehörgang weicht die Haut dort auf und macht sie anfälliger für Infektionen. Chlor reizt zusätzlich. Hautfreundlicher ist die Behandlung des Beckenwassers mit Ozon...

Nach dem Babyschwimmen sollten Eltern darauf achten, dass sie auch die Ohren ihres Kindes gut abtrocknen – entweder vorsichtig mit dem Handtuch oder mit dem Föhn auf niedriger Stufe (lauwarm) in einem Abstand von etwa 10 Zentimetern. Ältere Kinder sollten immer wieder dazu ermahnt werden, dies selbst zu tun. „Wasser im Gehörgang weicht die Haut dort auf und macht sie anfälliger für Infektionen. Chlor reizt zusätzlich. Hautfreundlicher ist die Behandlung des Beckenwassers mit Ozon“, erklärt Dr. Monika Niehaus, Kinder- und Jugendärztin in Weimar und Pressesprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Thüringen. Da Schwimmbadbesuche und heißes, feuchtes Klima Entzündungen im äußeren Gehörgang begünstigen, bezeichnet man diese Infektionen im englischen Sprachgebrauch auch als „swimmer’s ear“ oder ‚tropical ear’ („Schwimmerohr“ oder „tropisches Ohr“). Jucken, ein geschwollener und roter Gehörgang, der druckempfindlich ist, sind Anzeichen für eine Gehörgangsentzündung, eine Otitis externa. Vor allem Kinder zwischen fünf und neun Jahren sowie zwischen zehn und 14 Jahren sind laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) von dieser Badeotitis häufig betroffen. Kinder mit Neurodermitis oder anderen Hautekzemen haben ein höheres Risiko für Ohrentzündungen. Unter den Babys neigen gestillte Kinder weniger zu Ohrentzündungen als Flaschenkinder.

„Um eine Entzündung zu verhindern, sollten Eltern sowie Kinder keine Wattestäbchen benutzen. Denn diese können zu kleinen Verletzungen führen. Zu wenig Ohrenschmalz, so genanntes Zerumen, macht das Ohr ebenfalls besonders anfällig für Keime. Vorbeugend können Eltern ihr Kind für den Poolbesuch mit speziellen Ohrstöpseln oder einer Badekappe ausstatten bzw. nach dem Schwimmen einen Tropfen Babyöl ins Ohr träufeln. Vielleicht kann Ihnen Ihr Kinder- und Jugendarzt auch spezielle Tropfen empfehlen“, rät Frau Dr. Niehaus. Kommt es aber dennoch zu einer Ohrentzündung, sollten Eltern mit ihrem Kind bei den ersten Anzeichen zu ihrem Kinder- und Jugendarzt.

Quelle: MMWR

Autor: äin-red