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24.02.2016

Kinder- und Jugendärzte fordern: Kinderarmut in NRW energischer bekämpfen!

Trotz der guten Konjunktur in den vergangenen zwei Jahren hat sich an der Kinderarmut in Deutschland nichts geändert. Arme Kinder sind häufig auch kranke Kinder. Vor allem in NRW beobachten Kinder- und Jugendärzte die zunehmende Verschlechterung der Gesundheit armer und von Armut bedrohter Kinder.

Edwin Ackermann, Pressesprecher des BVKJ-Landesverbandes Nordrhein:"Wir sehen derzeit in unseren Praxen Kinder ohne geeignete Winterkleidung. Oft leben sie in feuchten Wohnungen. Die Folge: das Risiko insbesondere für Atemwegserkrankungen steigt für diese Kinder an. Weitaus gravierender sind aber die Entwicklungsverzögerungen und -störungen aufgrund mangelnder Anregung im Elternhaus. Wir erleben jeden Tag, wie Armut Bildungschancen von Anfang an vernichtet. Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen sehen oft keinen anderen Weg, als  die Kinder zu uns zu schicken mit der Aufforderung, ihnen Therapien zu verordnen. Therapien können aber Probleme, die durch mangelnde Förderung im Elternhaus entstehen, nicht "reparieren".

Wir fordern daher die Landesregierung auf, endlich ernst zu machen mit ihrem Versprechen, kein Kind zurückzulassen. Wir brauchen einen Ausbau der frühen Hilfen, wir brauchen personell besser ausgestattete Kitas, wir brauchen Familienzentren, in denen ratsuchende Familien niederschwellig für alle Aspekte ihres Alltags kompetenten Rat bekommen. Dies ist um so wichtiger, weil wir derzeit eine massive Zuwanderung erleben. Wir müssen dafür sorgen, dass die zugewanderten Kinder bestmöglich aufgefangen werden, damit sie nicht in den sozialen Netzen hängenbleiben."

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

 

 

Autor: äin-red