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13.01.2016

Kinder mit Allergien weisen häufig Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten auf

Asthma und Heuschnupfen ist einer amerikanischen Studie zufolge oft mit Bluthochdruck und hohen Cholesterinwerten schon in jungem Alter verbunden. Demnach leiden Kinder mit allergischen Erkrankungen, insbesondere Asthma und Heuschnupfen, etwa doppelt so häufig wie gesunde Gleichaltrige unter diesen Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten.

„Entzündungsprozesse bei Asthma und Heuschnupfen können damit zusammenhängen, aber auch eine durch die Krankheit hervorgerufene bewegungsärmere Lebensweise kann mit dafür verantwortlich sein. Dies zeigt, dass Risikofaktoren für Herz-Kreislaufkrankheiten bereits in der Kindheit ihren Ursprung haben können", kommentiert Dr. Hermann Josef Kahl, Bundespressesprecher des Berufsverbands für Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Untersuchung. Allergische Erkrankungen erhöhen demnach unabhängig von Übergewicht das Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten.

Insbesondere schwere Formen von Asthma, Heuschnupfen oder Neurodermitis können die körperlichen Aktivität beeinträchtigen, Schlafstörungen verursachen und bestimmte Krankheiten verschlimmern - z.B. Infektionen der Atemwege bei Asthma. „Regelmäßige Untersuchungen der Cholesterinwerte und Messungen des Blutdrucks können bei diesen Kindern sinnvoll sein. Bei ausgeprägter Müdigkeit kann auch der Eisenspiegel kontrolliert werden“, rät Dr. Kahl. Denn eine weitere ähnliche Forschungsarbeit legt nahe, dass Kinder mit allergischen bzw. atopischen Erkrankungen, wie Asthma, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien, zu Blutarmut bzw. Eisenmangel neigen – vermutlich weil sie oft ohne entsprechende Beratung gewisse Nahrungsmittel auslassen, um eine Besserung zu erzielen. Wenn diese Patienten unter Müdigkeit leiden, denken Eltern i.d.R. an einen durch die Krankheit gestörten Schlaf. Aber es kann sich auch Eisenmangel dahinter verbergen.

Quellen: Northwestern University, JAMA Pediatr., MedscapeJ Allergy Clin Immunol.

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.

Autor: äin-red