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30.06.2014

Früher Kontakt mit bestimmtem „Dreck“ senkt anscheinend das Allergierisiko

Kinder, die noch vor ihrem ersten Geburtstag zu Nagetier-, Haustier- und Schabendreck und zu bestimmten Bakterien Kontakt haben, erkranken später seltener an Allergien und Asthma. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie.

Kinder, die noch vor ihrem ersten Geburtstag zu Nagetier-, Haustier- und Schabendreck und zu bestimmten Bakterien Kontakt haben, erkranken später seltener an Allergien und Asthma. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie.

Bisher ist schon bekannt, dass Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen, ein geringeres Risiko haben, Asthma oder andere allergische Erkrankungen zu entwickeln. Experten vermuten, dass dies damit zusammenhängt, dass Landkinder mehr in Berührung mit Mikroorganismen kommen, u.a. über den Boden.

Forscher um Dr. Robert Wood, Direktor des John Hopkins Children’s Center, verfolgten nun die ersten drei Lebensjahre von 476 Kindern aus der Innenstadt von Baltimore, Boston, New York und St. Louis. Das erstaunliche Resultat: Der Zeitpunkt des Kontakts mit bestimmten Bakterien und Allergenen ist entscheiden dafür, ob ein Kind ein höheres Asthma- und Allergierisiko hat oder nicht.

Unter Kindern, in deren häuslicher Umgebung im ersten Jahr bestimmte Bakterien sowie Mäuse-, Katzen- und Küchenschaben-Allergene, zu finden waren, war der Prozentsatz von Asthma-Patienten geringer als bei denjenigen, die nur zwei, einem oder keinem dieser Allergenen ausgesetzt waren. 41% der Kinder ohne Allergie oder Asthma waren in Allergen- und Bakterien-belasteter Umgebung aufgewachsen. Asthma bzw. Vorstufen von Asthma war dreimal so häufig unter den Kindern verbreitet, die keinen Kontakt zu diesen Substanzen hatten.

Quelle: John Hopkins Medicine (via Newswise), Journal of Allergy and Clinical Inmmunology



Autor: äin-red