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04.01.2016

Fortschritte im Hinblick auf die Eliminierung von Masern verringern sich

Zwischen 2000 und 2010 sank die Anzahl der Masernfälle weltweit, und die Durchimpfungsraten für Masern stiegen. Aber seit 2010 verlangsamt sich diese positive Entwicklung. Dies berichten die Centers for Disease Control and Prevention (CDC), eine amerikanische Behörde für den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Sie befasst sich wie das Robert Koch-Institut in Deutschland u.a. mit Infektionskrankheiten.

Zwischen 2000 und 2014 verringerte sich die jährlich gemeldete Masern-Inzidenz weltweit um 73%, von 146 Masernfällen auf bis zu 40 Fällen pro einer Million Einwohner. Während dieses Zeitraums reduzierte sich die jährlichen Todesfälle aufgrund von Masern schätzungsweise von 546.800 auf 114.900 -  ein Rückgang um 79%, so die Zusammenfassung von Dr. Robert T. Perry der Abteilung für Immunisierung, Impfstoffe und Biologicals bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und seine Kollegen in ihrer Veröffentlichung im Morbidity and Mortality Weekly Report des CDC (MMWR).
Masern-Impfungen verhinderten zwischen 2000 und 2014 schätzungsweise 17,1 Millionen Todesfälle. Dennoch stagnierte die Zahl der Impfungen. Zwar nahm der Anteil der Kinder im Alter von einem Jahr zu, die ihre erste Masernimpfung erhalten haben (auf 85% zwischen 2000 und 2010 gegenüber 72%). Doch 20010 bis 2014 gab es dann keine Änderung mehr. 56% dieser geimpften Kinder  (rund 11,6 Millionen) stammten 2014 aus der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Indien, Indonesien, Nigeria und Pakistan.
Die Impfraten für die zweite Impfstoffdosis stiegen zwischen 2000 und 2014 von 15% auf 56%.

Das Ziel, die Masern bis 2015 zu eliminieren, konnte dennoch nicht erreicht werden. Dazu müssten mehr Kinder vollständig immunisiert sein, so die Autoren. Hier müssten politische und praktische Lösungen gefunden werden, damit eine bessere Abdeckung dieser Altersgruppe möglich wird, hoffen sie.  

Quelle: Pediatric News, MMWR (CDC)



Autor: äin-red