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01.12.2013

Erste Impfung gegen Meningokokken B in Deutschland verfügbar

Kinder und Jugendliche können erstmals auch gegen Meningokokken B geschützt werden.  Der neue Impfstoff, der sowohl von der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) als auch vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geprüft wurde, ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Meningokokken des Typs B können schwere Hirnhautentzündungen, die so genannte Meningitis, auslösen. Häufig begleitet ist die Meningokokken-Meningitis von hohem Fieber, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. Besonders gefürchtet sind Blutvergiftungen, die durch die Bakterien verursacht werden und die in schweren Fällen sogar dazu führen können, dass betroffene Gliedmaßen wie Finger, Zehen, Arme oder Beine amputiert werden müssen.

Kinder und Jugendliche können erstmals auch gegen Meningokokken B geschützt werden. Der neue Impfstoff, der sowohl von der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) als auch vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) geprüft wurde, ist ab sofort in Deutschland verfügbar. Meningokokken des Typs B können schwere Hirnhautentzündungen, die so genannte Meningitis, auslösen. Häufig begleitet ist die Meningokokken-Meningitis von hohem Fieber, Schüttelfrost und Lichtempfindlichkeit. Besonders gefürchtet sind Blutvergiftungen, die durch die Bakterien verursacht werden und die in schweren Fällen sogar dazu führen können, dass betroffene Gliedmaßen wie Finger, Zehen, Arme oder Beine amputiert werden müssen. „Wir Kinder- und Jugendärzte können nun die besonders gefährdeten Säuglinge – aber auch Kinder und Jugendliche vor dieser schweren Erkrankung schützen. Die Meningokokken des Typs B sind hierzulande für den Großteil der Meningitis-Fälle verantwortlich. Bisher hatten wir leider keine Möglichkeit, diese gefährliche Infektion zu verhindern. Und gerade weil die Erkrankung so plötzlich verläuft und innerhalb von einem Tag zum Tod führen kann, sind wir sehr froh, dass wir Eltern und ihren Kindern jetzt diesen Impfschutz anbieten können“, erläutert Dr. Thomas Fischbach, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Die Impfung kann bereits Säuglingen ab dem Alter von 2 Monaten verabreicht werden und muss im Abstand von vier Wochen zweimal wiederholt werden. Eine weitere Impfung im zweiten Lebensjahr komplettiert den Impfzyklus.

Betriebskrankenkassen gehen bei Erstattung voran
Die neue Meningokokken-B-Impfung wird schon zur Einführung von einigen Krankenkassen als Satzungsleistung erstattet. „Wir Kinder- und Jugendärzte haben lange auf diese Impfung gewartet. Die von der Ständigen Impfkommission empfohlene Impfung gegen Meningokokken C hat bereits zu einer Abnahme der Meningitis-Fälle beigetragen. Etwa zwei Drittel aller durch Meningokokken ausgelösten Erkrankungen in Deutschland werden durch Erreger der Gruppe B verursacht. Insofern erwarten wir durch Einführung dieser Impfung, die ab 1.01.2014 in Sachsen von der dortigen Sächsischen Impfkommission empfohlen wird, einen weiteren deutlichen Rückgang dieser Erkrankungen. Eltern sollten sich deshalb bei ihrer Krankenkasse erkundigen, ob diese wichtige Impfung erstattet wird“, rät Fischbach, der auch Mitglied der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) in Berlin gab es seit 2008 etwa 400 Meningokokkeninfektionen pro Jahr – betroffen waren vor allem Kleinkinder und Jugendliche. Für etwa 10% der Betroffenen endet diese Erkrankung tödlich. veröffentlicht der BVKJ auf seiner Internetseite (unter der Rubrik "Im Fokus" - rechte Spalte).


Quellen:
Robert Koch-Institut: Übermittelte Meningokokken-Fälle nach Jahr , Deutschland, 2008, 2009, 2010, 2011 und 2012, Fälle entsprechend der Referenzdefinition des RKI; SurvStat,
www3.rki.de/SurvStat - Datenstand: 20.11.2013

Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn: Sterbefälle, Sterbeziffern Todesursachenstatistik: Gliederungsmerkmale: Jahre, Region, Alter, Geschlecht, Nationalität, ICD-10 unter www.gbe-bund.de erstellt. Datenstand: 21.11.2013 09:47 Uhr

Autor: äin-red