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28.10.2015

Bereits mit Neunjährigen sollten Eltern über Alkohol und dessen Risiken sprechen

Wenn Kinder etwa neun Jahre alt sind, sollten Eltern mit ihnen über Alkohol und die Risiken seines Konsums sprechen.

„Kinder beginnen in diesem Alter positiv über Alkohol zu denken. Im Jugendalter verfestigen sich dann Einstellungen gegenüber Alkohol, Trinkmotive und Konsummuster und bleiben häufig bis zum Erwachsenenalter bestehen“, erläutert Dr. med. Matthias Brockstedt, Suchtbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Gründe dafür. Diese Meinung vertritt u.a. auch Professor Lorena Siqueira von der American Academy of Pediatrics, eine Gesellschaft der amerikanischen Pädiater. Je mehr Heranwachsende Alkoholwerbung und Ähnlichem ausgesetzt sind, desto eher werden sie trinken. Daher ist es sehr wichtig, die Gefahren von Alkohol frühzeitig zu kommunizieren.

Wer in jungen Jahren regelmäßig Alkohol trinkt, hat ein hohes Risiko, im Erwachsenenalter alkoholabhängig zu werden. Zwar nimmt der Alkoholverbrauch der Jugendlichen tendenziell insgesamt ab, doch verbrauchen einer Berichterstattung des Robert Koch-Instituts zufolge etwa 5% der 12- bis 17-Jährigen gesundheitsschädliche Alkoholmengen. Und mehr als die Hälfte der Jugendlichen glauben nach eigenen Angaben, dass sie nach fünf oder mehr Einheiten von Alkohol nicht betrunken gewesen seien. „Bei Kindern und Jugendlichen steigt der Alkoholgehalt im Blut stärker und schneller an als bei Erwachsenen. Auch der Alkoholabbau erfolgt langsamer“, warnt Dr. Brockstedt. „Vielleicht noch wichtiger als das Gespräch ist das Vorbild der Eltern. Zuhause sollte Alkoholgenuss nichts Alltägliches sein und auch nicht als Mittel gegen unangenehme Gefühle fungieren“, ergänzt der Suchtexperte.

Quellen: RKI (GBE kompakt), Pediatrics

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Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. Der Abdruck dieser Pressemeldung oder von Teilen des Artikels ist unter folgender Quellenangabe möglich: www.kinderaerzte-im-netz.de. Bei Veröffentlichung in Online-Medien muss die Quellenangabe auf diese Startseite oder auf eine Unterseite des BVKJ-Elternportals verlinken. Fotos und Abbildungen dürfen grundsätzlich nicht übernommen werden.


Autor: äin-red