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17.03.2016

Beikosteinführung mit vier bis fünf Monaten verringert anscheinend Risiko für Neurodermitis

Die Einführung vieler verschiedener Lebensmitteln mit der Beikost etwa im Alter von fünf Monaten ist einer aktuellen italienischen Studie zufolge möglicherweise mit einem geringeren Risiko für Neurodermitis bzw. atopischer Dermatitis verbunden. Diese Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Allergy“ veröffentlicht.

Dr. Federica Turati, Sc.D., Ph.D., vom IRCCS Istituto di Ricerche Farmacologiche "Mario Negri" in Mailand und ihre Kollegen untersuchten 451 Kinder, bei denen Neurodermitis in der frühen Kindheit festgestellt worden war, und verglichen sie mit 451 gesunden Kindern. Die Eltern erhielten Fragebögen, auf denen mehrere Daten angegeben werden sollten, einschließlich Fütterungspraktiken.
Die Forscher fanden heraus, dass eine frühzeitige Einführung von Beikost mit 4 oder 5 Monaten für die Kinder mit einem geringeren Risiko für Neurodermitis verbunden war, verglichen mit ausschließlichen Stillmahlzeiten. Dieser Zusammenhang galt sowohl für Kinder mit Allergien in der Familie als auch für Kinder ohne Angehörige mit Allergien. Längeres zusätzliches Stillen hatte keinen Einfluss.

"Unsere Daten sprechen gegen eine Verlängerung des exklusiven (aber nicht teilweisen) Stillens in Bezug auf die Entwicklung von Neurodermitis. Sie bestätigen damit andere aktuelle Ergebnisse, die von einem positiven Einfluss einer frühzeitigen Beikosteinführung auf Neurodermitis nahelegen", schreiben die Autoren.

Quelle: HealthDay, Allergy
   

Autor: äin-red