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Meningokokken-Meningitis

Übertragung

Die Meningokokken-Meningitis wird durch Bakterien, so genannte Meningokokken, verursacht. Für das Auftreten von Epidemien sind Meningokokken der Gruppen A, B, C, W135 und Y von Bedeutung. Meningokokken leben im Nasen-Rachen-Raum des Menschen und werden durch Tröpfchen (z.B. beim Husten, Niesen u.ä.) übertragen. Allerdings beherbergt ein großer Prozentsatz (ca.10%) der Menschen (auch in Europa) Meningokokken im Mundbereich, ohne dass es zu Erkrankung oder Ansteckung kommt.

Erstkontakt mit dem Erreger, fehlende Antikörper und vorausgegangene Virusinfektionen der Atemwege begünstigen den Ausbruch der Krankheit. Auch enge Wohnverhältnisse und große Menschenansammlungen unter schlechten hygienischen Bedingungen, wie z.B. in Flüchtlingslagern, erhöhen das Risiko einer Infektion. Außerhalb des Körpers sterben die Keime rasch ab, deshalb erfolgt eine Übertragung meist bei engem Kontakt mit Erkrankten über Nasen-Rachen-Sekret.

Bei einer entsprechenden Antibiotika-Behandlung besteht nach etwa 24 Stunden nach Beginn der Therapie keine Ansteckungsgefahr mehr.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Ulrich Fegeler

letzte Änderung: 29.07.2015