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Gehirnerschütterung (Commotio cerebri, Schädel–Hirn–Trauma [SHT])

Therapie

Eine Gehirnerschütterung bedarf keiner speziellen Behandlung. Die Kinder regeln ihre Aktivität je nach Wohlbefinden in der Regel selbst. Symptome wie Kopfschmerzen, Erbrechen oder eventuelle Kreislaufbeschwerden werden nach ärztlicher Rücksprache im Einzelfall medikamentös gelindert. Es eignen sich für Kinder Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Ibuprofen.

Bei Erbrechen müssen Flüssigkeit und Elektrolyte ersetzt werden, z.B. Apfelschorle. Fernsehen sollten die Kinder erst wieder, wenn sie sich ganz fit fühlen. Das Flackerlicht kann Kopfschmerzen und im Einzelfall Krämpfe provozieren. Empfehlenswert ist es jedoch immer, dass Kinder weit genug entfernt sitzen.

Auch wenn eine Gehirnerschütterung meist nur eine leichte Verletzung ist, sollte man sich auf alle Fälle bei jeder Kopfverletzung, die mit einer Bewusstlosigkeit einhergeht, in ärztliche Behandlung begeben.

Bis etwa 12 Stunden nach dem Ereignis sollten Sie Ihren Schützling aufmerksam beobachten - auch in der Nacht - damit Sie eine etwaige Verschlechterung bei Auftreten der genannten Warnhinweise schnell erkennen und ggf. den Notarzt rufen können.

Lassen Sie Ihr Kind nach einer Gehirnerschütterung für einige Monate nur mit Mütze in die Sonne. Das beugt Kopfschmerzen vor.

Geben Sie Ihrem Kind bei starken Beschwerden Medikamente, wie Schmerzmittel, nur nach ärztlicher Rücksprache.

Autor: äin-red

Fachliche Unterstützung: Dr. Jörg Schriever

letzte Änderung: 28.03.2016