Heroin

 



Opium ist der getrocknete Milchsaft, der aus unreifen Samenkapseln des Schlaf­mohns (Papaver somniferum) gewonnen wird. Die natürlichen Inhaltsstoffe des Opiums werden als Opiate bezeichnet, zu ihnen gehören z.B. Morphin und Codein. In ihrer Wirkung ähnliche, (halb)synthetische Substanzen wie Heroin werden Opioide genannt.

Hohes Suchtpotential
Heroin hat ein sehr hohes Suchtpotential, was bedeutet, dass die körperliche Abhängigkeit bei diesem Opioid sehr schnell eintritt. Viele so genannte Straßenkinder nehmen Drogen in Form von Heroin. Die hohen Kosten zur Beschaffung des Heroins (ca. 50 bis 150 € je Gramm) führen zwangsläufig zu einer Beschaffungskriminalität – z.B. Diebstahl und Prostitution. Des Weiteren zum erhöhten Konsum von Alkohol oder anderen „Ersatzstoffen“. In der Regel haben Heroinabhängige Probleme, ihr Alltagsleben zu bewältigen. Der Verlust von Wohnung, Arbeitsplatz und sozialem Umfeld können die Folge sein. Besondere Gefahren gibt es auch hinsichtlich der Dosierung. Ist diese zu hoch, führt dies zur Beeinträchtigung der Atemzentrums bis hin zum Atemstillstand. Während ein Süchtiger über den Tag verteilt zwischen 0,5 und 3 Gramm Heroin konsumiert, kann die gleiche Menge für einen Nichtabhängigen bereits tödlich verlaufen. In den letzten Jahren wurden Wiedereingliederungen mittels der Ersatzdroge Methadon vorgenommen (sog. Substitutionsprogramme). Des Weiteren plant die Bundesregierung eine kontrollierte Behandlung Schwerstabhängiger mit Heroin. Man will somit der Beschaffungskriminalität vorbeugen und gleichzeitig versuchen, die Patienten in das Alltagsleben wieder einzugliedern. Dieses Projekt ist nicht unumstritten – Gegner sehen darin eine Brutstätte für Drogenkriminalität.

Art der Einnahme

  • In die Vene Spritzen = intravenöse Gabe (Heroin)
  • Rauchen (Opium)
  • selten Schlucken oder Inhalieren

Wirkungen

  • Euphorie, Gelöstheit
  • High, Flash oder Kick – Rauschzustand, der nach ca. 10 bis 20 Sekunden eintritt
  • gesteigertes Selbstvertrauen
  • Gleichgültigkeit gegenüber Anforderungen und Problemen
  • Beruhigung, Schmerzbetäubung

Risiken

  • Körperliche und psychische Abhängigkeit nach kurzer Zeit
  • akute Gefahren bei Überdosierung: Bewusstlosigkeit, Atemlähmung/Herzschwäche mit Todesfolge
  • Infektionsgefahr durch nichtsterile Spritzen (AIDS; Hepatitis B)
  • Schäden durch gesundheitsgefährdende Beimischungen (sog. Strecksubstanzen)
  • Körperlicher Verfall

 
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