Alkohol

 


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Alkohol wird seit Jahrtausenden als Nahrungs-, Genuss- und Rauschmittel benutzt. Er ist gleich nach Tabak die Droge, die in Deutschland am häufigsten zur Abhängigkeit führt und die meisten gesundheitlichen Probleme verursacht. Rund 250.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre gelten in Deutschland als alkoholabhängig oder stark gefährdet; das sind 10% der Alkoholabhängigen insgesamt. Alkohol in hoher Konzentration ist ein Zellgift, das zum Absterben vieler Körperzellen führt. Insbesondere das Gehirn, die Bauchspeicheldrüse und die Leber reagieren empfindlich auf langjährigen Alkoholmissbrauch. Fortdauernder Alkoholismus, aber auch eine schwere Alkoholvergiftung können sogar zum Tod führen.

Zunächst scheint Alkohol stimmungsaufhellend zu wirken, aber in größeren Mengen führt er u.a. zu Gereiztheit, Aggressivität, Selbstüberschätzung und kann die Koordination beeinträchtigen, so dass auch die Unfall- und Verletzungsgefahr erhöht ist. Einer von vier Todesfällen bei jungen Männern zwischen 15 und 29 Jahren ist auf Alkohol zurückzuführen. Kinder und Jugendliche reagieren aufgrund ihres geringen Körpergewichts sehr empfindlich auf Alkohol. Der Alkoholgehalt steigt im Blut stärker und schneller an als bei Erwachsenen. Auch der Alkoholabbau erfolgt langsamer, da der Körper, der sich noch in der Entwicklung befindet, das dafür verantwortliche Enzym noch nicht wie bei Erwachsenen produzieren kann. Vor allem Alkohol in Kombination mit Kohlensäure und Zucker (z. B. Alcopops) gelangt besonders schnell ins Blut.
Wer bereits mit 12 Jahren jede Woche ein Glas Alkohol trinkt, hat ein erhöhtes Risiko später ein Suchtverhalten zu entwickeln. Mit zunehmendem Alter wird der Konsum am Wochenende unproblematischer. Heranwachsende machen meist mit 12 bis 13 Jahren erste Erfahrungen mit Alkohol.

 
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