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Keuchhusten (Pertussis)


Impfschutz

Der einzig wirksame Schutz vor einer Keuchhusten-Erkrankung ist die Impfung.
Die heute verwendeten azellulären Impfstoffe enthalten nur noch die für die Entwicklung eines wirksamen Immunschutzes wichtigen Bestandteile der Keuchhusten-Bakterien. Sie werden biotechnologisch hergestellt und sind sehr gut verträglich.

Bei der Impfung gegen Keuchhusten besteht die Möglichkeit, gleichzeitig auch vor anderen Infektionskrankheiten wie z.B. Wundstarrkrampf (Tetanus), Diphtherie, Kinderlähmung (Poliomyelitis), Hib (Haemophilus influenzae Typ b) und Asthma bronchiale  zu schützen. Hierfür stehen sehr gut verträgliche Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung.

Folgendes Impfkonzept wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfohlen:

  • Erste Impfung im 2. Lebensmonat
  • Zwei weitere Impfungen im 3. und 4. Monat
  • Auffrischungsimpfung zwischen dem 11. und 14. Monat. Damit ist die so genannte Grundimmunisierung abgeschlossen.
  • Auffrischung im Alter von 5 bis 6 Jahren mit einem Tdap-Kombinationsimpfstoff (Tetanus-Diphtherie-azelluläre Pertussis). Die letzte Tetanus/Diphtherie-Impfung sollte dabei mehr als 5 Jahre zurückliegen.
  • Nochmalige Auffrischung zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr

Für ältere Kinder, die weder eine Grundimmunisierung besitzen noch bereits einmal Keuchhusten durchgemacht haben, gibt es derzeit keinen zugelassenen Mono-Impfstoff. Es muss ein Kombinationsimpfstoff verabreicht werden, der zusätzlich eine Tetanus-, Diphtherie- oder Polio-Komponente enthält. Sprechen Sie Ihren Kinder- und Jugendarzt darauf an.

Laut Impfempfehlungen der STIKO sollte vor Geburt eines Kindes der Impfschutz gegen Keuchhusten bei den Geschwistern und im familiären Umfeld (z.B. Großeltern, Au-pair-Mädchen ) generell überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden. Ebenso sollten sich Frauen mit aktuellem Kinderwunsch und ungeimpfte Erwachsene, die mit Neugeborenen in Kontakt kommen, gegen Keuchhusten impfen lassen.

Da der Impfschutz nur bis zu 12 Jahre anhält, ist darüber hinaus eine Auffrischungsimpfung - beispielsweise im Rahmen der nächsten Tetanus- und Diphtherie-Auffrischung - für jeden Erwachsenen grundsätzlich sinnvoll. Eine entsprechende Empfehlung hierzu hat die STIKO Mitte 2009 ausgesprochen. Das Gleiche gilt nach natürlicher Erkrankung.

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