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Mumps


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Mumps, auch Parotitis epidemica (von Glandula parotis = Ohrspeicheldrüse) oder umgangssprachlich „Ziegenpeter“ genannt, ist eine akute ansteckende Infektionskrankheit mit dem Mumpsvirus. Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion, d.h. über Sekret, das beispielsweise beim Husten oder Niesen in die Atemluft ausgestoßen wird, übertragen.

Neben allgemeinen Beschwerden ist die schmerzhafte Entzündung der Ohrspeicheldrüsen, die zu den typischen „Hamsterbacken“ führt, das charakteristische Symptom.

In der Regel verlaufen Mumpserkrankungen im Kindesalter harmlos, allerdings wird Mumps beispielsweise als eine Ursache von erworbenen Hörschäden bei Kindern verantwortlich gemacht. Außerdem kann die Infektion nach der Pubertät bei männlichen Jugendlichen zu einer Einschränkung der Zeugungsfähigkeit führen. Auch bei Mädchen kann es zu einer Entzündung der Eierstöcke oder einer Mastitis kommen. Relativ häufig ist eine Begleitmeningitis, die jedoch nur in 5% symptomatisch wird, 70% verlaufen blande, d.h. kaum oder gar nicht bemerkbar. Vereinzelt kann es zu einer Schädigung des Zentralen Nervensystems kommen.
Gemäß Infektionsschutzgesetz ist eine Mumpserkrankung nur in Berlin sowie den neuen Bundesländern aufgrund eigener Länderverordnungen meldepflichtig. Gemeinschaftseinrichtungen müssen das zuständige Gesundheitsamt über etwaige Mumpsfälle informieren.


Mumps ist weltweit während des ganzen Jahres verbreitet, tritt jedoch im Frühjahr und im Winter gehäuft auf. Er zählt mit einem Erkrankungsgipfel zwischen dem fünften und neunten Lebensjahr - Jungen erkranken häufiger als Mädchen - zu den typischen Kinderkrankheiten, aber aufgrund der zunehmenden Impfquote steigt die Zahl der erwachsenen Patienten.

Bei den Schuleingangsuntersuchungen 2008 konnten 95,6% der Kinder die erste sowie 88,8% zusätzlich die zweite Impfung gegen Mumps vorweisen. Die aktuellen Impfraten reichen nicht aus und führen immer noch in regelmäßigen Abständen zu Erkrankungswellen, obwohl die Zahl der Mumpsfälle in Deutschland insgesamt abnimmt. 

Während in Deutschland mangels Meldepflicht keine genauen Zahlen über Mumpsinfektionen vorliegen, kann man für 25 andere europäische Länder den Rückgang statistisch belegen: Wurden dort im Jahr 2004 noch 220.000 Fälle registriert, waren es 2007 40.000.

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