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Juvenile Chronische Arthritis / Rheumatische Erkrankungen


Die Diagnose „Rheuma“ bei Kindern löst oft Erstaunen aus, da Rheuma überwiegend als Krankheit Erwachsener bekannt ist. Die rheumatischen Erkrankungen beim Kind und Jugendlichen unterscheiden sich deutlich vom Rheuma des Erwachsenen. Verschleiß- und Abbauerscheinungen fehlen meist, die entzündlichen Erkrankungen stehen im Vordergrund.

Insgesamt leiden rund 50.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland an Rheuma. Rheuma ist somit nach Allergien/Asthma und Diabetes die dritthäufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter.

Am häufigsten treten zwei Formen auf: Die akute Rheumaform ist etwa zehnmal häufiger als die chronischen Verläufe. Beiden Formen gemeinsam ist das Gelenkleiden, weshalb Rheuma auch als Arthritis bezeichnet wird. Während bei der akuten Arthritis die Gelenkstrukturen erhalten bleiben, birgt die chronische Arthritis die Gefahr einer dauerhaften Gelenkschädigung. Die häufigste chronische Rheumaerkrankung im Kindesalter ist die juvenile chronische Arthritis (JCA). Statistisch gesehen rechnet man mit circa 1.000 Neuerkrankungen der JCA pro Jahr in Deutschland.
 
Die juvenile chronische Arthritis wird nach der neuesten internationalen Nomenklatur auch juvenile idiopathische Arthritis (JIA) genannt. In Europa haben sich die Kinderrheumatologen auf die Bezeichnung juvenile chronische Arthritis (JCA) geeinigt. “Chronisch” drückt die Gefahr der Knorpel- und Knochenschädigung durch die langwierige Entzündung aus. Die Bezeichnung “juvenil” soll die Besonderheiten der kindlichen Erscheinungsformen zum Ausdruck bringen. Damit wurde die früher gebräuchliche Bezeichnung juvenile rheumatoide Arthritis bei uns abgelöst, die jedoch gelegentlich noch verwendet und in den USA sowie einigen anderen Ländern gebräuchlich ist.

Die genannten Begriffe stellen Sammelbezeichnungen für verschiedene Formen kindlicher Gelenksentzündungen mit Beginn vor dem 16. Lebensjahr dar. Obwohl die Ursachen nicht bekannt sind, werden aufgrund von Alter und Geschlecht, Anzahl und Muster der erkrankten Gelenke, Mitbeteiligung von Augen und inneren Organen sowie Fieber verschiedene kindliche Erscheinungsformen unterschieden.

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