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Röteln (Rubella)


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Röteln (Rubella) sind weltweit verbreitet und werden von Viren hervorgerufen. Die Viruskrankheit tritt vor allem im Winter und Frühjahr auf. Ihr einziger Wirt ist der Mensch. Im englischen Sprachgebrauch werden sie auch „German Measles“, „deutsche Masern“ genannt, da deutsche Ärzte das Krankheitsbild zum ersten Mal beschrieben haben. In der Regel verläuft diese Kinderkrankheit komplikationsfrei. Erkrankt jedoch eine schwangere Frau an Röteln, kann ihr ungeborenes Kind schwere Schäden erleiden. Seit 1991 konnten die Röteln in Westeuropa dezimiert werden. Laut dem Infektionsepidemiologischen Jahresbuch meldepflichtiger Infektionskrankheiten 2011 wurden in den Jahren 2001 bis 2003, 2006 und 2008 jährlich jeweils ein Fall von konnatalen Röteln gemeldet, 2004 wurden 3 Fälle erfasst, 2009 2 Fälle. Da wesentlich mehr Schwangere sich mit Röteln infizieren, geht das Robert Koch-Institut jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus, bei der die Folgen mit einer zeitlichen Verzögerung auftreten. Erst wenn Impfraten von über 90% bei Kleinkindern im Laufe des 2. Lebensjahres erreicht werden, können auch in Deutschland die konnatalen Röteln ausgerottet werden.

Laut der Ständigen Impfkommission sollen mit den aktuellen Impfempfehlungen nun auch insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter, die einen unklaren Impfstatus haben, nur einmal oder gar nicht gegen Röteln geimpft sind, vor einer Rötelnvirus-Infektion mit einer Impfung geschützt werden, um das ungeborene Kind vor Schäden zu bewahren. Hat eine Frau keinen Immunschutz oder ist sich nicht sicher, dass wird eine zweimalige Impfung mit einem MMR-Impfstoff (MMR: Masern Mumps  - Röteln) empfohlen. Bei einer bereits durchgeführten einmaligen Impfung sollte die zweite Impfung nachgeholt werden.

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(KIN-red/10.03.14)

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