Allgemeines
Ursachen
Krankheitsbild
Auswirkungen
Erkennung
Therapie
Erste Hilfe bei Zeckenstich
Vorsorge und Impfschutz
Aktuelles
Wichtige Adressen


Übertragung
Modem 56K
ISDN 64K
DSL 300K
Krankheitsbild
Modem 56K
ISDN 64K
DSL 300K
 

Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME)


Allgemeines

Ist man während der Zeckensaison zwischen März/April und Oktober/Novermber viel in freier Natur, durchstreift Wiesen und Wälder, so hat man in bestimmten FSME-Endemiegebieten ein erhöhtes Risiko, an Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) zu erkranken. Denn in dieser Jahreszeit ist die Gefahr, von einer infizierten Zecke gestochen zu werden, am größten. Ein Impfschutz ist beim Aufenthalt in Risikogebieten unbedingt ratsam.
Der FSME-Auslöser ist ein Virus (Flavivirus), das bei einem Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden kann. In seltenen Fällen ist auch die Ansteckung durch den Genuss von unpasteurisierter Milch von infizierten Tieren möglich. Je älter der Erkrankte, desto schwerer ist der Verlauf der FSME-Erkrankung. Das Krankheitsbild kann lebensbedrohlich sein – nicht nur die Hirnhäute können sich entzünden, die Infektion kann sich auch im gesamten Nervensystem ausbreiten und somit auch im Gehirn. Etwa 12-15% der FSME-Erkrankungen treten im Kindesalter auf.
Zecken sind sehr widerstandsfähig. Sie können sogar Tieffrieren bis -18 °C mit anschließendem Auftauen überleben. Außerdem ertragen sie Hitze bis 45 °C. Dies bedeutet, dass Zecken sogar unter Umständen im Winter einen Wirt befallen oder in einem Kleidungsstück eine Wäsche überleben können.
FSME kommt europaweit vor, insbesondere in Russland, im Balkan sowie in Zentral- und Nordeuropa. 2009 traten laut RKI die meisten FSME Erkrankungen in Deutschland vor allem in Bayern und Baden-Württemberg auf. Vier Fälle konnten ihren Ursprung in Österreich nachweisen, zwei in Italien und jeweils ein Patient infizierte sich in Kirgistan, Estland, Polen und der Schweiz.

Die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen in Deutschland war 2006 auf über 500 pro Jahr gestiegen (546 Fälle). 2007 sanken die gemeldeten Fälle auf 238 - vermutlich aufgrund der verbesserten Durchimpfungsraten -, stiegen aber 2008 und 2009 wieder etwas an - auf 288 (2008) und 313 (2009) Erkrankungsfälle.
____________________________________
Aktuelle Karte der  FSME-Risikogebiete des Robert Koch-Instituts
.

nach oben  Druckansicht öffnen Seite per eMail empfehlen

 
Angebote von Ärzte-im-Netz: Frauengesundheit | Allgemeine & Innere Medizin | Neurologie & Psychiatrie | Lungenheilkunde | HNO-Heilkunde