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Auswirkungen
Jährlich sterben in Deutschland ca. 42.000 Personen an den unmittelbaren Folgen von Alkoholmissbrauch. Deutsche Jugendliche haben bei ihrer ersten Rauscherfahrung mittlerweile ein Durchschnittsalter von 13,8 Jahren. Europaweit ist der Trend zum „Komasaufen“ bzw. „Trinken bis zum Umfallen“ gestiegen.
Eine kurzfristige „Scheinlösung“ aus unbefriedigenden Situationen durch Alkohol erschwert die Entwicklung des Kindes oder des Jugendlichen zu einer stabilen Persönlichkeit. Zu den alten Problemen kommen neue hinzu, die mit der Abhängigkeit in Verbindung stehen. Dies wiederum führt zu intensiverem Trinken. Der Teufelskreis nimmt seinen Lauf. Übermäßiger Alkoholgenuss wirkt sich auf alle Organsysteme sowie das zentrale Nervensystem (ZNS) aus und beeinflusst die Sinneswahrnehmung. Alkohol wird vor allem in den Zellen der Leber abgebaut und so zählen Leberschäden, aber auch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und die Schädigung von Nervenzellen (Polyneuropathie) zu den typischen Folgekrankheiten kontinuierlichen Alkoholkonsums. Das klassische Entzugssyndrom eines Delirium tremens (mit Desorientiertheit, Unruhe und Halluzinationen) ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen selten zu finden, da die Dauer des Missbrauchs zu kurz ist.
Trinken während der Schwangerschaft kann dazu führen, dass das Baby mit einem verminderten Geburtsgewicht zur Welt kommt. Außerdem besteht eine erhöhte Gefahr von Fehlbildungen wie schmale Oberlippen, Augenspalten sowie Kleinwüchsigkeit, aber auch von geistigen und körperlichen Entwicklungsverzögerungen (FAS: Fetales Alkoholsyndrom, früher Alkoholembryopathie).
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