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Ursachen und Risikofaktoren
Risikofaktoren Der Zigaretten- und Alkoholkonsum vieler Kinder und Jugendlicher wird in erster Linie durch das Vorbild der Eltern und das soziale Umfeld geprägt. Die Gefahr, die von Zigaretten und Alkohol ausgeht, wird oft falsch eingeschätzt. Kinder entwickeln bereits im Grundschulalter eine bestimmte Einstellung zum Alkohol (kognitives Schema), das durch die Eltern geprägt wird: Wenn Kinder bereits von ihren Eltern lernen, dass Alkohol zur Freizeit gehört und zur Problemlösung eingesetzt wird, übernehmen sie später oft diese Verhaltensweisen.
Als weitere Risikofaktoren gelten:
- Frühe Gewöhnung an Alkohol: Je jünger die Kinder sind, wenn sie zum ersten Mal Alkohol trinken, desto größer ist die Gefahr des späteren Missbrauchs.
- Umwelt: Jugendliche versuchen ihre Probleme (z.B. im Elternhaus, in der Schule oder mit Gleichaltrigen) mit Alkohol zu verdrängen. Die kurzfristige „Scheinlösung“ Alkohol, die vorübergehend hilft, aus unbefriedigenden Situationen herauszukommen, erschwert die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit.
- Erbliche Belastung: Kinder aus alkoholbelasteten Familien weisen ein bis zu sechsmal höheres Risiko auf, selbst abhängig zu werden. Sie reagieren – sowohl subjektiv als auch körperlich - anders auf Alkohol als Vergleichspersonen: Die berauschenden Effekte des Alkohols werden erst bei höheren Konzentrationen wahrgenommen. Alkohol bewirkt bei ihnen anscheinend eine erhöhte Stressdämpfung, d.h., Alkohol wird häufiger als funktional positiv empfunden. Die später einsetzenden unangenehmen Effekte des Alkohols treten dagegen mit Verzögerung auf. Laut amerikanischen Untersuchungen entwickelt nur ein Teil der Menschen, die Alkohol oder auch andere psychoaktive Substanzen zu sich nehmen, eine Abhängigkeit:
Abhängigkeit von psychoaktiven Substanzen wie Alkohol entsteht nicht durch den einfachen Kontakt mit Alkohol, für die Entwicklung einer Sucht spielen viele Faktoren eine Rolle. 90% der Jugendlichen lernen einen angemessenen Umgang, nur etwa 10% neigen zu Missbrauchsverhalten.
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