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Aggressives Verhalten
Hinter aggressivem Verhalten steckt oft eine Mischung von Gefühlen der Wut, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Enttäuschung, Missachtung und Ungerechtigkeit. Um dies zu erkennen, kann es nötig sein, einen Therapeuten aufzusuchen. Die Betroffenen müssen beschützt, aber auch gestärkt werden! Sie könnten sich gemeinsam verbünden, nach Möglichkeiten zum Umgang mit der Aggression suchen und Aktionen gegen Gewalt planen. Eltern, Schüler und Lehrer sollten eng zusammenarbeiten, damit sie Aggressionen nicht ausgeliefert sind. Aggressives Verhalten ist unannehmbar, aber unter gegenseitigen Vorwürfen reißt der Dialog ab und die Fronten verhärten sich. Wenn aggressive Schüler ausgestoßen werden, erhöht das u. U. ihre Frustration und Aggression. Wer sich dazugehörig und akzeptiert fühlt, hat viel weniger Grund zu aggressivem Verhalten.
Buchtipps:
„Gewaltbereite Jungen – was kann Erziehung leisten?“ Edith Wölfl, Ernst Reinhardt Verlag ISBN 3497015563 Das Ziel der Autorin ist es, Eltern und Erziehern zu erläutern, wie sie Gewalt vorbeugen können. Ausführlich und verständlich erklärt sie die Ursachen der Gewaltbereitschaft von Jungen aufgrund psychoanalytischer Erkenntnisse. Schwerpunkte bilden in diesem Zusammenhang u.a. das Männlichkeitsbild der Gesellschaft und die Mutter-Sohn-Beziehung. Im zweiten Buchabschnitt legt sie die Chancen und Wege zur Vorbeugung von Gewalt durch Erziehung dar. Eltern, die sich fassungslos fragen, weshalb ihr Sohn so aggressiv ist, finden hier viele Erklärungsansätze und Tipps für den Alltag.
„Spiele zum Umgang mit Aggressionen“ Rosemarie Portmann, Don Bosco Verlag 1998 ISBN 3-7698-0796-0 Dieses Buch enthält wertvolle Tipps für den täglichen Umgang mit Streitigkeiten unter Kindern. Die Spielideen regen Kinder und Erwachsene dazu an, sich über die Auslöser ihrer Gefühle auszutauschen und bieten alternative Umgangsformen für den Umgang mit heftigen Gefühlsausbrüchen an. Gut geeignet für den Einsatz in Kindergruppen und Schulklassen, aber auch zu Hause.
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