12.07.2012

Baby Blues: Auch Väter leiden nach der Geburt von Babys



Fast jeder zehnte Vater ist nach der Geburt eines Kindes australischen Forschern zufolge im Stress, voller Sorgen und sieht oft das Ende des Tunnels nicht mehr. Die Symptome sind ganz ähnlich wie bei der Wochenbettdepression junger Mütter. „Wir waren überrascht, dass die Probleme bei Vätern so verbreitet sind wie bei Müttern“, sagte die Forschungsdirektorin des Instituts „Parenting Research Centre“ in Melbourne, Jan Nicholson. 9,7% der Väter nannten in den ersten zwölf Lebensmonaten ihres Nachwuchses mehrere Stress-Symptome. Bei den Frauen waren es 9,4%.

„Psychische Probleme können bei Vätern hartnäckig und unerbittlich sein“, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift „Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology“ erschienen ist. Die Forscher hatten 5.000 junge Mütter und 3.471 frischgebackene Väter befragt. Nach Angaben von Nicholson wurden Angstzustände beschrieben, viele Sorgen sowie die Gefühle, es nicht zu schaffen und keine Besserung zu sehen. „Unter jungen Vätern ist die Rate derjenigen, die solche Probleme beschreiben, 40% höher als unter Männern im allgemeinen“, so Nicholson.

„Man nimmt oft an, dass Wochenbettdepressionen bei Mütter biologische Ursachen haben, und dass sie damit zu tun haben, dass sich Mütter in der Anfangszeit besonders intensiv um die Kinder kümmern - aber wie es mit den Vätern aussieht, haben wir uns bislang nicht richtig angeschaut“. meinte sie. So wie für Frauen müsse es auch Hilfen für Männer in dieser Phase geben, forderte sie.

Quelle: dpa, Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology

 



 
 

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