23.03.2009

WHO verlangt mehr Impfungen



Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien in den vergangenen zwölf Monaten in Europa 8.145 Masernfälle gemeldet worden. 86% davon entfielen auf nur sechs westeuropäische Länder (Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz, Spanien und Vereinigtes Königreich) sowie Israel. Paradoxerweise hätten Kinder in den wohlhabenderen Ländern Europas ein höheres Infektionsrisiko.

Von den insgesamt 2.195 gemeldeten Fällen eines besonders schweren Ausbruchs in der Schweiz im Jahr 2008 kam es 500 Mal zu Komplikationen. In bis zu 98% aller Fälle waren die erkrankten Kinder nicht oder nur unvollständig geimpft, meist aufgrund der Entscheidung ihrer Eltern. Masern können ernste Komplikationen wie Lungenentzündung und Gehirnentzündung nach sich ziehen und sogar zum Tod führen. So wurden im Zeitraum 2005 bis 2008 in der Region insgesamt 25 durch Masern bedingte Todesfälle gemeldet.

Als wichtigen Grund für den Rückgang der Impfraten gerade in sonst medizinisch gut versorgten westeuropäische Ländern nannte die WHO eine „ideologisch begründete Skepsis“ gegen Impfungen sowie auch den Erfolg früherer Impfprogramme.



 
 

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