28.12.2010

Mentholhaltige Erkältungsmittel für Kleinkinder nicht geeignet



Wenn Säuglinge oder Kleinkinder erkältet sind, ist von einer Behandlung mit Präparaten zum Einreiben oder Inhalieren, die ätherische Duftstoffe enthalten, dringend abzuraten. Der Geruch von Menthol, Pfefferminzöl oder Eukalyptus mag bei einer Erkältung zwar wohltuend erscheinen. Bei Kindern unter drei Jahren können solche Erkältungsmittel mit ätherischen Ölen aber zu starken Atembeschwerden und sogar Erstickungsanfällen führen. Kinder können auf solche Präparate mit schwerer Atemnot reagieren, so dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ätherische Duftstoffe wie Menthol können nämlich bei Kindern die Atemwege reizen und dann zu einer vermehrten Schleimbildung führen. Dadurch wird die Verengung und Verschleimung ihrer Atemwege, die ja aufgrund der Erkältung ohnehin schon entzündet und verengt sind, noch gesteigert. Das heißt: diese Erkältungsmittel bewirken bei Kindern keine Linderung der Beschwerden, sondern eine Verschlimmerung, die unter Umständen sogar lebensbedrohlich sein kann.

Warnung oft nicht ernst genommen

Zwar wird auf den Etiketten und Beipackzetteln der betreffenden Erkältungsmittel ausdrücklich angegeben, dass sie bei Kindern unter zwei Jahren nicht angewendet werden dürfen. Da diese Präparate frei verkäuflich sind, schätzen manche Eltern sie fälschlicherweise als als ungefährlich ein. Auch dürfen Eltern nicht davon ausgehen, dass Präparate, die bei ihnen selbst, als sie erkältet waren, offenbar schon einmal Linderung geschafft haben, dies auch bei ihren Kindern tun. Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.

Empfehlenswert: Hühnersuppe und warme Getränke

Anstelle von Erkältungsmitteln mit ätherischen Duftstoffen sollten Eltern ihren Kindern bei Schnupfen oder Husten lieber Hühnersuppe und warme Getränke geben und den Kinder- und Jugendarzt konsultieren, welche Mittel sie ihrem Kind geben sollten. Hühnersuppe und warme Getränke helfen die Wasserabgabe über die Atemwege effektiv zu steigern und damit den Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen, was wiederum das Abhusten erheblich erleichtert.

 



 
 

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