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Herausgeber:

Praxis für Kinderneurologie, Hamburg Altona Dr. Kirsten Stollhoff, Dr. Ulrike Ancker und Dr. med. Caroline Maxton

Epilepsie
Epilepsien treten nur selten auf: Von 1000 Kindern erkranken 7 Kinder bis zum 10. Lebensjahr an einer Epilepsie. Häufig ist die Epilepsie bei Kindern vererbt, dann wird sie idiopathische primär generalisierte Epilepsie genannt. Eine Hirnnarbe oder Hirnfehlbildung ebenso wie ein Hirntumor können aber auch zu einer Epilepsie führen, dann wird sie Herdepilepsie genannt.

Eine plötzliche Entladung mehrerer Nervenzellverbände führt zu den cerebralen Anfällen. Sie können sehr unterschiedlich aussehen. Am häufigsten sind die Absencen, d.h. Ihr Kind unterbricht plötzlich die begonnene Tätigkeit und scheint zu „träumen“. Nach wenigen Sekunden reagiert es wieder wie immer, kann sich aber an den Traumzustand nicht erinnern.

Seltener kommt es zu den Grand-Mal-Anfällen. Dabei verliert Ihr Kind plötzlich das Bewusstsein, stürzt hin, ist am ganzen Körper steif und zuckt am ganzen Körper. Nach wenigen Minuten schläft Ihr Kind tief und fest manchmal über Stunden. Es hat keine Erinnerungen an diese Episode, wenn es aufwacht, klagt aber manchmal über starke Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Manchmal kann sich ein cerebraler Anfall auch nur durch Zuckungen eines Körperteils bemerkbar machen. Alles was plötzlich anfängt und plötzlich aufhört, sollte sie an einen cerbralen Anfall denken lassen.

Bei den meisten Kindern heilt mit der Hirnreifung die Epilepsie. Zur Unterdrückung der Anfälle, bei denen das Kind sich verletzen könnte, gibt es zahlreiche Medikamente, die Antikonvulsiva. Um das wirksamste Medikament zu finden, ist eine neurologische Untersuchung Ihres Kinder mit Ableitung der Hirnströme (Elektroencephalogramm) sowie eine genaue Beschreibung des cerebralen Anfalles erforderlich.

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